Zahnaufhellung – Was wird benutzt, und warum ?

Was ist Zahnaufhellung ?

Als Zahnaufhellung versteht man die Beseitigung von inneren oder äußeren Verfärbungen der Zähne. Die äußere Verfärbung der Zähne entsteht durch Nahrungs- und Genussmittel in die in ihnen enthaltenen Farbstoffen. So färben z.B. Kaffee, Tee und Tabakrauch. Die äußere Verfärbung lässt sich durch einfache Mundhygiene beseitigen. Die innere Verfärbung der Zähne kann durch z.B. Antibiotika, Sulfid bildende Bakterien, eindringende Stoffe oder Verletzungen des Zahnmarkes entstehen. Sie können nicht durch normale Mundhygiene beseitigt werden.[1]

Wie wirkt Zahnaufhellung ?

Zahnaufhellung von äußeren Verfärbungen können durch handelsübliche Mundhygieneartikel entfernt werden. Hartnäckigere Verfärbungen werden mit besonderen Präparaten, welche fast alle Aktivkohle beinhalten, gereinigt. Aber auch natürliche Stoffe können die Zähne aufhellen. So z.B. Salz, Backpulver, Apfelessig (Vorsicht bei sauren Mitteln, diese können die Zähne angreifen), Kurkuma oder Kokosöl. Zahnaufhellung von inneren Verfärbungen geschieht nur nach Absprache mit einem Zahnarzt, und auch nur mit gesunden Zähnen. Hierbei gibt es unterschiedliche Methoden.

→ „Home-Bleaching“ – Hier wird beim Zahnarzt eine passgenaue Kunststoffschiene der Zähne angefertigt, welche daheim mit einer Bleaching-Lösung gefüllt, und mehrere Stunden getragen wird.

→ „In-Office-Bleaching“ – Hierbei wird das Aufhellen direkt beim Zahnarzt durchgeführt. Es kommen höhere Konzentrationen von Bleichmitteln zum Einsatz, welche vom Arzt direkt auf die Zähne gestrichen wird.

→ „Walking-Bleach-Technik“ – Hier wird die Krone des Zahnes aufgebohrt, mit einem Bleichmittel gefüllt, und wieder verschlossen. Nach einigen Tagen wird dieser Zahn wieder geöffnet, entleert und verschlossen.

Seit langem versuchte man Zähne zu bleichen, wodurch auch viele unsinnige oder gar gefährliche Mittel verwendet wurden, so z.B. Urin oder Säuren. Heute verwendet man Harnstoffperoxid. Dieses bedarf keines bestimmten pH-Wertes und ist weniger reaktiv als normales Wasserstoffperoxid. Bisher ist es als unschädlich und hoch effektiv eingestuft.[2]

Was sind die Probleme der Zahnaufhellung ?

Mögliche Folgen der Zahnaufhellung sind noch nicht geklärt, es kann aber eine starke Schmerzempfindlichkeit der Zähne gegenüber Temperatur sowie süßem und saurem für wenige Tage entstehen. Zudem kann bei langfristigen Behandlungen eine Schwächung der Zahnstruktur und Demineralisierung der Zähne erfolgen. Des weiteren können Prothesen wie Kronen oder Füllungen nicht gebleicht werden, wodurch sich ein Farbunterschied einstellt. Oftmals wird das Bleichmittel auch verschluckt, was zu Schleimhautreizungen führt. Frei erhältliche Präparate können gegebenenfalls schädliche Inhaltsstoffe haben, und vom Laien falsch verwendet werden. Außerdem sind Zahnaufhellungen keine dauerhaften Prozeduren, und müssen öfters nachgeholt werden, um eine dauerhafte Aufhellung zu gewährleisten. Dies ist mit rund 300 bis 600 € für beide Kiefer, oder 20-50 € pro Zahn sehr teuer. Diese Kosten gelten zudem als pur kosmetisch, und werden nicht von der Krankenversicherung gedeckt.[3]

Quellen:

Wikipedia[1][2][3]

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