Aloe Vera – Die Wüstenlilie als Wundermittel ?

Was ist Aloe Vera ?

Die echte Aloe (lat. Vera – Echt) ist ein kaktusartiges Affodillgewächs, und zählt somit zu den Liliengewächsen. Sie wächst in vielen Regionen Europas, ist sehr pflegeleicht und kann deshalb auch als Ziergewächs genutzt werden. Sie ist schon seit Jahrzehnten bekannt, so schwörten schon die alten Ägypter auf das „Blut“ der Wüstenlilie.[1]

Was macht sie zu einem solchem Wundermittel ?

Aus der Aloe Vera werden zwei Dinge gewonnen, der Saft und das Gel. Für eine lange Zeit wurde der Saft gegen Verstopfung genutzt. Er tritt nach dem Schneiden der Blätter aus, und ist gelblich in Farbe. Diese Farbe geben ihm seine Hauptinhaltsstoffe, die Anthranoide und das Aloin. Anthranoide sind im Verdacht karzinogene Wirkung zu haben. Durch seine Toxizität ist der Saft mittlerweile durch andere Mittel ersetzt worden, was jedoch die Medizin und die Kosmetik interessierter ist das Gel. Das Aloe Vera Gel nennt man das aus Polysacchariden, mit D-Glucose und D-Mannose, bestehende Wasserspeichergewebe. Es besteht zu 99% aus Wasser, der Rest sind Vitamine, Mineralien, Aminosäuren, Salicylsäure und Enzyme.[2]

Was soll das Gel bewirken ?

Dem Gel werden Wundheilende, entzündungshemmende und kühlende Wirkungen zugeschrieben. Kleopatra schwor auf das „Blut“ der Aloe, und Christopher Columbus hatte immer eine Salbe aus Aloe-Vera auf seinen Exkursen zur Hand. Es wird zur äußerlichen und innerlichen Anwendung verarbeitet, und reicht von Cremes, über Salben bis hin zu Säften. Man findet Präparate der Aloe in Salben und Cremes zur Behandlung von Sonnenbränden, Dermatitis und Psoriasis.[3]

Ist die Wüstenlilie nun wirklich ein solches Wundermittel ?

Alles in allem, nein. Das Aloe-Vera-Gel weist einige interessante Wirkungsweisen und Anwendungen auf, jedoch ergeben Studien und Placebotests keine eindeutigen Ergebnisse. Zudem sind mit den über 200 Inhaltsstoffen nur schwer Aussagen zu treffen, welche wenigen diese Stoffe überhaupt eine Wirkung erzielen. Aussagen und Erfahrungsberichte gehen zu weit auseinander um ein klares Statement zu geben. Fakt ist, Aloe-Vera-Gel kann bei einigen Beschwerden helfen, es ist aber nicht immer so wirksam wie angepriesen. Lediglich die Einnahme von Saft oder Püree der Aloe Vera in welchem teile der Blätter enthalten sind sollten gemieden werden, da diese große Mengen an Anthranoiden enthalten.[4]

 

Quellen und Infos:

Wikipedia[1][2]

Arte – Xenius zur Aloe Vera[3][4]

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