Warum Mundpflege wichtig ist – und was verwendet wird

Was ist Mundpflege ?

Die Mundpflege umfasst alle Handlungen, welche darauf abzielen, das Mundgefühl und Wohlbefinden, sowie die Mundhygiene zu verbessern, zu behandeln und in Stand zu halten. Hierzu zählen die allgemeine Mundhygiene, mit der Entfernung von Plaque und Mikroorganismen, die Bekämpfung von Mundgeruch, und Zahnfärbung, sowie die Mund feuchte, das Wohlbefinden innerhalb des Mund- und Rachenraumes, sowie Entzündungs- und Schmerzlinderung.[1]

Was wird für die Mundhygiene verwendet ?

In der Medizin bezeichnet man das Vorbeugen von Krankheiten im Mundbereich Prophylaxe – vom griechischem „prophylásso“ – „von vornherein Ausschließen“. Man unterscheidet die Gruppenprophylaxe von ganzen Bevölkerungsgruppen und die Individualprophylaxe jeder Einzellperson. Funde aus der Steinzeit zeigen, dass selbst dort Mundhygiene angewandt wurde. Bei unzureichender Mundhygiene können Plaque, Karies und Parodontitis auftreten. Plaque ist eine Mischung aus Eiweißen, Kohlenhydraten, Phosphaten und Mikroorganismen. Letztere werden durch hauptsächlich Zucker genährt und produzieren Säure und Schwefelverbindungen. Bei Karies fällt der pH-Wert im Mund durch die Säuren der Mirkoorganismen so tief, dass Mineralien aus dem Zahn gelöst werden. Parodontitis ist die Entzündung des Zahnfleisches, durch welche die Zähne an Halt verlieren. Im schlimmsten Fall führt dies zu Zahnverlust. Man unterscheidet zudem unter Zahn- und Protesehygiene. Beide dienen der Entfernung von Essensresten und Plaque. Hierbei können die Zähne nicht nur pur chemisch, sondern müssen mechanisch, gereinigt werden. Man sollte ca. 2 mal am Tag die Zähne putzen, wobei man eine Zahnbürste mit mittelharten, abgerundeten, Borsten, mit einem ca. 30mm langem Kopf verwendet sollte. Man sollte die Zähne nicht direkt nach dem Verzehr von säurehaltigen Lebensmittel putzen, da man sonst den Zahnschmelz abreiben kann. Mittel der Mundhygiene sind z.B. Zahnpasta, Zahnbürste, Mundgele, Zahnseide oder Mundwasser. Inhaltsstoffe sind hauptsächlich : Chlorhexidinglukonat, ätherische Öle, Propandiol, Ethanol, Extrakte aus Minze, Salbei und Kamille, Kaliumnitrat, Calciumcarbonat, Strontiumchlorid, Oxalate, quartäre Ammoniumverbindungen, Zink- Verbindungen, Fluoride und Fluorverbindungen. [2]

Was machen welche Inhaltsstoffe ?

Mischungen aus Aminofluoriden und Zinkfluorid lösen Plaque, können aber auch u Gelbfärbung der Zähne führen

Das Alkaloid Sanguinarin aus dem Blutwurz wirkt antibakteriell und tötet so Bakterien, welche für Karies oder Mundgeruch sorgen ab.

Tenside können Bakterien von den Zähnen lösen und erleichtern so das Ausspülen.

Chlorhexidinglukonat wirkt antibakteriell und Plaque lösend. Es ist das wirksamste Mittel gegen Plaque. Jedoch gilt es als einziges Mundhygieneartikel nicht als kosmetischer, sondern als medizinischer Inhaltsstoff.

Ätherische Öle mit Menthol, Methylsalicylat oder Eukalyptol werden zur Lösung von Plaque eingesetzt. Diese Öle bilden dünne Filme auf den Zähnen, töten Bakterien ab, und hindern deren Anhäufung.[3]

Neben der Reinigung gibt es auch die Senkung der Schmerzempfindlichkeit durch die Verschließung der Dentinkanälchen mit Arginin und Metallsalzen.

In der Zahnhygiene sind die Fluoride die am besten erforschten Substanzen. Sie sorgen für einen besseren Säurewiederstand der Zähne, zudem mindern sie die Zuckergärung und remineralisieren die Zähne. Nach allgemeiner Empfehlung sollte man regelmäßig Fluoridhaltige Zahnpasta verwenden. Hierbei sollte diese eine Konzentration über 1000ppm haben. Sollte dies nicht reichen, so gibt es Zahnpasta mit höheren Fluoridgehältern, diese sind aber Teuer und Verschreibungspflichtig.

Daneben gibt es noch das Xylitol, welches nach Studien, bei 5 Gramm am Tag die Entstehung von Plaque quasi komplett verhindert. Es bildet Komplexe mit Calcium und Eiweißen im Speichel, wodurch es die Zähne remineralisiert. Zusätzlich können Mikroorganismen Xylitol so gut wie gar nicht verdauen, besonders die Gattung Streptococcus mutans ist hier betroffen, was zu deren absterben führt.[4]

Im arabischem Raum werden zudem die Knospen oder Äste des Zahnbürstenbaumes als Zahnbürsten verwendet. Der sogenannt Mizwak besitzt einen Fluoridgehalt von 8-22ppm, sowie Silizium, Calciumsulfat, Tannine, Saponine, Flavonoide und Chloride. [5]

Wie sieht es mit Mundhygieneartikeln der Naturkosmetik aus ?

Viele Mundhygieneartikel verwenden bereits ätherische Öle und pflanzliche Extrakte. Minze, Kamille, Blutwurz und Salbei sind hierbei die meist verwendeten Pflanzen, aus welchen diese Rohstoffe gewonnen werden. Die Wirkung von Zahnpasta ist hierbei jedoch von den zugesetzten Fluoriden abhängig. Nach Stiftung-Warentest wurden Zahnpasta ohne Fluoride mit gerade einmal „mangelhaft (5,0)“ bewertet.[6]

Quellen:

Wikipedia[1][2][3][5][6]

PZ Studie zu Xylitol[4]

 

1 Antwort
  1. Heike
    Heike sagte:

    Danke für die Informationen zur Mundhygiene. Gut zu wissen, dass man regelmäßig fluoridhaltige Zahnpasta verwenden soll. Ich putze die Zähne zweimal am Tag und kenne keine Süßigkeiten, daher sind meine Zähne in gutem Zustand. Ich werde auf die Inhaltsstoffe meiner Zahnpasta besser achten.

    Antworten

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