Was ist die Geschichte der Kosmetik ?

Was ist Kosmetik ?

Das Wort „Kosmetik“ stammt aus dem griechischem, vom Verb „kosméo“ was soviel wie „ich ordne“ oder „ich schmücke“ bedeutet. Als Kosmetikartikel gilt jegliche Pflege und somit, Besserung, Regeneration oder Instandhaltung des Körpers. Die Kosmetik selbst, zielt auf unterschiedliche Art und Weise darauf aus, das Aussehen und Wohlbefinden zu verbessern. Durch Reinigung, Parfümieren oder Pflegen soll das natürliche Körperbild verbessert werden. Zudem gibt es die dekorative Kosmetik, welche darauf aus ist das Hautbild zu retuschieren, konturieren und zu modellieren.[1]

Was ist die Geschichte der Kosmetik ?

Schon in prähistorischer Zeit sollen Gesichtsbemalungen angewandt worden sein, so z.B. Funde aus Spanien und Frankreich. Die wohl bekanntesten aber sind die frühen Hochkulturen der Ägypter, Griechen und Römer.[2]

Die Ägypter:

Die Ägypter waren wohl die ersten, die Kosmetik derart angepriesen haben. Für sie war Körperhygiene und Reinheit äußerst wichtig. Sie hatten ein breites Spektrum an Wirkstoffen und Werkzeugen. z.B. Cremes und Salben oder Parfum, mit Milch, Honig, Meersalz, Aloe Vera, Rosen, und unterschiedlichen Pflanzenölen z.B. Mandel-, Myrre-, und Lilienöl. Sie verwendeten aber auch dekorative Mittel wie das grüne Malachit, das rote Zinnober oder dem silbrigem Bleiglanz. Hier war besonders das Schminken der Augen wichtig, so sehr sogar, dass das Zeichen des ägyptischem Auges für das Wort Schönheit stand.[3]

Die Griechen:

In Griechenland sah dies ähnlich aus, hier legte man viel Wert auf Pflege und Geruch. Aber auch dekorativ wurden die Gesichter mit Bleiweiß kaschiert. Hier wurden zudem eine Vielzahl von Mixturen entworfen.[4]

Die Römer:

Die Römer grenzten bei Kosmetik ab, sie teilten den Verbrauch von Kosmetika vom sehr einfachem bis hin zum sehr luxuriösem Leben.Sie benutzten unzählige Zutaten, Mixturen und Tinkturen, mit Rosenwasser Olivenöl, Bienenwachs und teuren exotischen Duftstoffen. Hier wurde die Kosmetik aber auch zum ersten mal in Kritik gestellt.[5]

Das frühe Christentum:

Im frühem Christentum wurden Salböle zu einem wichtigem kulturellem Gut, für z.B. Kranksalbungen oder zur Taufe. Jedoch wurde die Kosmetik stärker kritisiert, da Frauen doch mehr auf innere Werte gehen sollten, ganz nach dem Glauben. Wer Kosmetik benutze wurde als narzisstisch betitelt.[6]

Das Mittelalter:

Zum Mittelalter hin setzte sich die Kirche in Europa stark durch, und so wurde teure Kosmetik als gar heidnisch angesehen. Frauen die dennoch Kosmetik, vor allem dekorative, verwendeten, gerieten in Verruf und in Verdacht auf Prostitution. Zur gleichen Zeit blühte die Kosmetik im osmanischem Bereich auf, wobei das größte Rosenanbaugebiet Europas entstand.[7]

Die Renaissance:

Hier erhielt die Kosmetik erst wieder an Bedeutung, und wurde zudem durch die frühen Anfänge der Chemie bereichert. Ein großer Aufschwung von Verwendung fand die Kosmetik besonders in Pudern, Pomaden und großzügige Mengen an Parfum. Dies war hauptsächlich in den gehobenen Kreisen verbreitet, und zog sich durch den gesamten Barock und Rokoko.[8]

Die industrielle Revolution:

Zur Mitte des 18.Jahrhunderts bis ins 19.Jahrhundert wurde die „Natürlichkeit wieder entdeckt“, wodurch dekorative Kosmetikartikel wieder in Verruf geraten sind. Bei der Pflege baute man auf alten Erkenntnissen zu Aloe Vera, Rosenwasser, Ölen etc. auf, und erweiterte diese mit wissenschaftlichen Neuheiten.[9]

Die Neuzeit:

Im 20.Jahrhundert explodierte die Kosmetikindustrie. Den Anfang machten einige Firmen aus Frankreich, und heimisch ansässige Firmen folgten schnell darauf. Nicht nur die applikative, auch die dekorative Kosmetik waren in Aufschwung gekommen. Die Wissenschaft, besonders die Chemie war zu dieser Zeit ebenfalls zu großen Erkenntnissen gekommen, und bereicherte die Kosmetik zusätzlich. Hierdurch entstanden viele Ansprüche, Wünsche und Interessen der Kunden und Industrien zugleich. Tattoos und Piercings, welche davor für Ausgestoßene gedacht waren, kamen mehr und mehr in Mode. Dieser enorme Aufschwung hatte jedoch zur Folge, dass das Aussehen und Körperbild nun um jeden Preis verschönert werden wollte. Das gesamte Auftreten, Kleidung, Haare, Körper, Gesicht etc. waren nun wichtige Teile der Gesellschaft. Zur Steigerung der Attraktivität und Erotik kamen unzählige Präparate, Kuren und Behandlungen, sowie Make-up Produkte und Hausmittel zum Vorschein. Und die Leute waren nur zu willens sie alle zu probieren. Aus einem Ganzkörperreinigungsmittel wurden Shampoo, Spülung, Handseife, Haarglätter, Haarfixierer etc. Aus einer Farbe von Puder werden ganze Paletten mit Farben und Funktionen für unterschiedliche Bereiche. Und mit steigenden Ansprüchen und Idealen, so wächst auch der Markt mit Angeboten. Oft wurde jedoch nur auf das Aussehen, nicht jedoch auf die Gesundheit geachtet. Alles was versprochen wurde zu helfen wurde auch verwendet, so kamen Präparate mit Blei- und Quecksilbersalzen, Tollkirschen-Tinkturen, sogar Salzsäure, Ammoniak und Wasserstoffperoxid oder gar das radioaktive Radium auf den Markt.[10]

Das 21. Jahrhundert

All diesen gefährlichen Praktiken gebot die EU-Verordnung Nr. 1223/2009 seit 2013 Einhalt. Einige, so z.B. der Konsum von Radium wurden davor schon abgeschafft. Die Inhalte, welche Verboten oder Beschränkt sind, sind in der CosIng-Datenbank eingetragen. Zudem soll die INCI Aufschluss über den genauen Inhalt eines kosmetischem Produkts geben. Trotz scharfer Regelungen und Gesetzte ist jedoch in vielen Entwicklungsländern das Problem der Weltlichkeit geblieben, und die dort Ansässigen greifen nach jedem Strohalm den sie haben. So wird z.B. in Afrika immer noch Hautaufhellung mit Quecksilber betrieben.[11]

Die Naturkosmetik als weiterer Zweig:

Die Naturkosmetik ist seit geraumer Zeit ein zusätzlicher Zweig der Kosmetikindustrie, und wird immer populärer. Sie hat keine genaue Beschreibung, lediglich die üblicherweise damit in Verbindung gebrachten Werte von Mensch und Umwelt bilden dessen Definition. Bei Naturkosmetik geht es um den gepflegten, schonenden und respektvollen Umgang mit Mensch und Natur. Die einen wollen sich, abseits von viel Chemie, die anderen der Natur etwas Gutes tun. Damit etwas als Naturkosmetik bezeichnet werden kann muss es gewisse Kriterien in Bereichen Ökologie erfüllen. So müssen z.B. Pflanzen die verwendet werden unter Einhaltung bestimmter Vorschriften angebaut werden, und dürfen nicht vom Aussterben bedroht sein. Zudem dürfen z.B. keine Ackerflächen durch Rodung geschaffen, oder ausgiebige chemische Verfahren verwendet werden.[12]

Quellen:

Wikipedia[1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12]

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