Peptide in Kosmetik – Wundermittel oder pures Marketing

Was sind Peptide ?

Peptide sind Stoffe, welche aus, mit Peptidverbindungen, verbundenen Aminosäuren bestehen. Sie sind in jedem Organismus zu finden, und machen alle Proteine aus[1].

Was sind Peptide chemisch ?

Abb. 1 Die Strukturformel des Alanin. Einer sehr simplen Aminosäure

Peptide bestehen aus Aminosäuren, welche mittels Peptidbindungen miteinander verbunden sind. Peptidbindungen entstehen, wenn zwei oder mehrere Aminosäuren über ihr Amin (NH2) und Carboxyl (COOH) unter Wasserabspaltung ein Amid bilden. Organismen können auschlißlich mit -Aminosäuren der L-Form Peptide bilden, da diese in der tRNA genetisch für die Herstellung codiert sind. Sie können weiter Unterteilt werden, so sind Peptide bis zu einer Aminosäure Anzahl von 10 sogenannte Oligopeptide, bis zu einer von 100 Polypeptide und ab 100 Aminosäuren in einer Kette Makropeptide. Zudem gibt es Glyko-, und Lipoproteine, an welche jeweils Zucker, oder Fette gebunden sind. Ringförmige Peptide heißen Cyclopeptide und bilden ebenfalls eine Subgruppe. Die Makropeptide werden auch Proteine genannt, wobei Proteine die Eigenschaft besitzen, sich zu entfallten, und in bestimmten Formen zusamen zu finden[2].

Was ist sind ihre Aufgaben im Körper ?

Im Körper besitzen die Peptide viele Aufgaben. Neben der Synthese von Proteinen, haben sie auch Eigenschaften, wie z.B. entzündungshemmend oder entzündungsfördernd zu wirken, als Hormone zu fungieren, und sie besitzen antimikrobielle, antimikrobiotische und antivirale Eigenschaften[3].

Abb. 2 Die Struktur des Neuropeptides Oxytocin, mit gefärbten Aminosäuren (Neun insgesamt).

Wie werden sie Hergestellt ?

Im Körper helfen Ribosome dabei Proteine herzustellen. Hierbei werden an ihnen lange Ketten aus Peptiden synthetisiert, welche sich anschließend auffalten. Hierdurch können selektiv bestimmte Sequenzen hergestellt werden. Synthetisch ist dies nicht so einfach. Im Labor z.B. fehlen diese Ribosome, und die Hilfsenzyme die die richtigen Sequenzen formen. Deshalb entstehen neben dem gewüschtem Produkt auch eine vielzahl an Nebenprodukten. Um also bestimmte Peptide und Sequenzen zu erhalten benutzt man entweder bestimmte Stoffe als „Schutzgruppe“ oder Enzyme, welche die Synthese von Nebenprodukten verhindern[4].

Was machen sie in Kosmetika ?

Peptide werden oftmals in Kosmetika eingesetzt, und als Anti-Aging Wunder angepriesen. Sie sollen Falten mindern, und so für eine glattere Haut sorgen. Sie werden synthetisch hergestellt und deshalb hauptsächlich in konventioneller, nicht jedoch in Naturkosmetik, verwendet. Ihre Wirkungen wurden bis jetzt nur teilweise untersucht, machen jedoch einen guten Eindruck auf eine ordentliche Wirkungsweise[5].

Quellen:

Wikipedia[1][2][3][4][5]

Artikel zu Peptiden in Kosmetika[5]

Bildquellen: Wikimedia Commons, Flickr. Alle Bildrechte gehen an die Besitzer der Bilder. Titelbild

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