Mikroplastik – Was ist es und was macht es in Kosmetik ?

Was ist Mikroplastik ?

Als Mikroplastik bezeichnet man Plastikpartikel kleiner als 5mm. Sie sind schwer biologisch abbaubar, und sind zu Hauf anzutreffen[1].

Abb. 1 Kunststoffkügelchen aus Polyethylen (PE), in einer Zahnpasta. (Größe 10-30μm)

Wie entsteht Mikroplastik und was sind dessen Eigenschaften ?

Mikroplastik entsteht durch Versprödung von Plastik, durch UV-Strahlen, und dessen mechanischem Abriebes. Sie werden aber auch beabsichtigt hergestellt, so z.B. Für Kosmetika, wie Zahnpasta und Duschgel. Ihr Eigenschaften machen die Plastiken aus, welchen sie entspringen u.a. Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP). Jedoch teilen sie einige Eigenschaften, so z.B. ihre schlechte biologische Abbaubarkeit, und ihre Adsorptionsfähigkeiten (die Fähigkeit andere Stoffe an sich anzulagern). Mikroplastik entsteht, nach einer niedersächsischen Landeserklärung, mit den drei Hauptursprüngen, aus Gummireifen Abrieb, Produktions- und Transportverluste und Kunstrasen Abrieb. Ebenfalls kommen sie in Nahrungsmittel vor, durch Abrieb von Verpackungen aus Plastik, aber auch scheinbar Plastik freie Behältnisse wie Glas weisen u.a. Schmierstoffe aus Kunststoff auf[2].

Warum ist Mikroplastik ein Problem ?

Abb. 2 Mikropalstik aus diversen Sedimentschichten aus Flüssen. Elbe (A), Mosel (B), Neckar (C), and Rhine (D)

Mikroplastik ist nicht toxisch für Menschen, weshalb es überhaupt zugelassen ist (bzw. In geg. Ländern war), jedoch ist es Umweltgefährdend. Es ist nur sehr schwer biologisch abbaubar, und kann deshalb lange in der Umwelt und in Fischen bestehen bleiben. Durch seine Adsorbtionsfähigkeiten setzen sich am Plastik Bakterien, und Giftstoffe an, welche mit ihm mit getrieben werden. Es löst in Wattwürmern Magenreizungen und einen niedrigeren Energiehaushalt aus, wodurch diese nicht mehr so viele Nährstoffe an die Oberfläche tragen. Ebenfalls setzen sich Bakterien auf ihnen fest, welche, sollten sie in Wasseraufbereitungsanlagen kommen, zu enrnsthaften Problemen für die Wasserversorgung führen können. Nach dem G-20 Treffen im Juni 2017 wurden Schritte gegen Mikroplastik eingeleitet, so ist der Gebrauch von Mikroplastik in Kosmetika seit Juli 2017 in den USA verboten, und Großbritannien ist der erster europäische Gesetzgeber, welcher sie in Zahnpasta und Duschgel verbietet. Der Bund fordert hierbei seit längerem ein europaweites Verbot[3].

Warum gibt es Mikroplastik in der Kosmetik ?

In der Kosmetik wird Mikroplastik als Konsistenzgeber benutzt. Sie geben dem Produkt eine gewisse Geschmeidigkeit und ein gutes Hautgefühl. Sie werden ebenfalls aufgrund ihrer mechanischen Eigenschaften als Partikel in Peelings benutzt, hierbei sollen sie groben Schmutz von der Haut entfernen, indem sie ihn abtragen, und die Haut etwas gröber schrubben.[4]

Gibt es Alternativen zu Mikroplastik ?

Ja tut es, seit längerem werden Biowachse, so z.B. Das Cernaubawachs, in Kosmetika eingesetzt. Es stammt von der, in Brasilien wachsenden, Cernaubapalme, besitzt eine gelbliche Farbe, ist hart und spröde, und besitzt den höchsten Schmelzpunkt aller natürlichen Wachse mit 80-87°C. Zudem enthält es keine Duftstoffe, was für Allergiker bedeutsam ist[4].

Quellen:

Wikipedia[1][4]

Bericht zu den Auswirkungen von Mikroplastik auf Wattwürmer[3][4]

Artikel vom Bund über Mikroplastik[2][3]

Bildquellen: Wikiedia Commons, Flickr. Die Bildrechte gehen an die Besitzer der Bilder. Abb. 1 | Abb. 2 | Titelbild

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