Duftstoffe in der Kosmetik – Wie schädlich sind sie ?

Was sind Duftstoffe ?

Duftstoffe sind jene chemischen Substanzen, welche bestimmte Gerüche haben, und bei unterschiedlichen Kompositionen unterschiedlich stark riechen. Sie sind alle Allergene und reizen die Haut. Als „Parfüm“, „Fragrance“, „Aroma“ und „Flavor“ werden diese Stoffe meist genannt, und wir kennen bis zu 3000 Einzellstoffe, welche unter die Kategorie Duftstoffe fallen. Sie werden in Parfüms, Duftbäumen, Duftkerzen und Kosmetika eingesetzt. Wenn sie der Natur entspringen werden sie ätherische Öle genannt.

Was sind Duftstoffe chemisch genau ?

Menthol Molekül Abb.1

Duft-, oder auch Riechstoffe sind Moleküle, welche unterschiedliche Rezeptoren in unserer Nase sti  mulieren, und deshalb sehr unterschiedlich riechen. Sie haben alle molare Massen unter 300 g/mol, und bestehen immer aus einem polarem, z.B. einer Hydroxygruppe, und einem unpolarem Teil, z.B. einer Kohlenwasserstoffkette. Da sie von uns nasal inhaliert werden, sind sie leicht flüchtig d.h. Sie verdampfen unter normalen Umständen zum Teil[1]. Wenn wir diese Stoffe inhalieren, so sorgen sogenannte Transmembranproteine, welche mit unter für Signalübertragung zuständig sind. Was für einen Geruch eine Substanz von sich gibt kommt darauf an, welche dieser Proteine es in Kombination mit einander stimuliert[2].

Warum werden sie in der Kosmetik benutzt ? 

Duftstoffe sind in vielen Kosmetika enthalten um unschöne Gerüche zu überdecken, oder auch um einem faden Produkt ein gewisses Etwas zu geben. Bei Naturkosmetik sind sie hin und wieder als nebensächlicher Inhalt bzw. Beistoff von natürlichen Fetten und Ölen enthalten. [3]

Vanilla planifolia, Gewürzvanille Abb. 2

Was sind ihre guten, was ihre schlechten Eigenschaften ?

Wie der Name es vermuten lässt sind Duftstoffe mit einer bestimmten Duftnote, bzw. mit einem bestimmtem Geruch behaftet. So z.B. Benzaldehyd – Bittermandel, Vanillin – Vanille, Limonen – Zitrusfrüchte und Menthol – Minze/Menthol. Sie haben meist schon bei minimalen Konzentrationen einen gut wahrnehmbaren Geruch[4]. Sie kommen zum Teil natürlich vor, als sogenannte ätherische Öle, und zum Teil werden sie synthetisch hergestellt[5]. Sie sind alle reizend und irritierend, und können Allergien mit ausgeprägteren Symptomen von Reizungen, Rötungen, Irritationen und Juckreiz verursachen. Wie stark diese Symptome sind oder ob sie überhaupt vorkommen kommt auf die Konzentration im Produkt, und die Veranlagungen des Benutzers an. Manche Menschen sind stark unempfindlich gegenüber Duftstoffen und haben keinerlei Beschwerden. Manche haben minimale allergische Reaktionen wie Rötungen oder Juckreiz. Und andere sind sehr sensibel was Duftstoffe angeht, sie reagieren mit schweren Reizungen und Irritationen, sowie mit roten, wunden Stellen[6]. Ebenfalls können sie die Haut Photosensibilisieren d.h. Die Haut wird anfälliger für Licht, wodurch Pigmentstörungen auftreten können[7].

Wie kann man Duftstoffe in Kosmetika erkennen ?

Duftstoffe haben als Unterkategorie die Allergene. Diese sind 26 Stoffe von welchen ausgiebige Tests abgehalten wurden, und bestätigt wurde, dass sie für Allergien, Reizungen und Irritationen sorgen. Sie müssen ab einem Gehalt von 0,001% bei leave-on Produkten, und bei 0,01% bei rinse-off Produkten vermerkt werden. Unterhalb dieser Grenzen ist von keiner merklichen Reaktion auszugehen[8].

Gibt es Alternativen ?

Nein, Duftstoffe haben keine Alternativen, ob in der normalen noch in der Naturkosmetik. Kein bekannter Stoff ersetzt die Funktion dieser Stoffe, ohne um ein vielfaches schlimmere Nebenwirkungen mit sich zu ziehen. Jedoch soll gesagt sein, viele Menschen vertragen Duftstoffe so gut wie Problemlos, und hatten noch nie Probleme damit[9]. Für Menschen mit Allergien heißt es auf die Inhalte schauen und selektiv Produkte ohne die problematischen Allergene nutzen, oder Produkte mit Duftstoffen gleich ganz weg lassen. Hierzu sei gesagt, dass „parfümfrei“ nicht immer Parfüm frei ist. So sind manche Duftstoffe, welche einen weiteren Zweck neben der Geruchsgebung erfüllen nicht als Parfüm einzustufen[10].

Quellen zum Nachlesen :

BfR Statement zu Duftstoffe in Kosmetika [8]

Stiftung Warentest Bericht zu Duftsoffen in Kosmetik [9][10]

Focus Artikel über Duftstoffe in Kosmetika [6][9]

Wissenschaftlicher Artikel zu Membranproteinen [2]

Wikipedia [1][3][4][5][7]

 

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