Glykole in Kosmetika – Sind sie schädlich ?

Was sind Glykole ?

Glykole sind sogenannte zweiwertige Alkohole, genauer noch unter der Bezeichnung 1,2-Diole. Sie zeichnen sich durch zwei Hydroxidgruppen aus, und haben unterschiedliche Nutzen und Verwendungen[1].

Abb. 1 Stabmodel des 1,2-Propandiol

Was sind Glykole chemisch ?

Die Diole haben alle recht tiefe Gefrierpunkte von -14 bis -55°C, sind meist etwas bis stark Viskos, bilden Explosive Dampf-Luft Gemische, riechen und schmecken süßlich und haben gute Löse- und Schmiereigenschaften. Sie zeichnen sich durch zwei -OH Gruppen aus, was sie zu zweiwertigen Alkoholen macht (Di – zwei | -ol Endung für Alkohole). Sie werden in der chemischen Industrie aufgrund ihrer zwei -OH Gruppen zu Polymeren verarbeitet. Die meisten Glykole sind giftig und haben neurotoxische (Nervengift) und nephrotoxische(Nierengift) Abbauprodukte, wie z.B. Glycolsäure und Oxalsäure[2].

Wofür werden Glykole benutzt ?

Glykole werden aufgrund ihrer tiefen Gefrierpunkte als Frostschutz-, Kühl-, und Enteisungsmittel verwendet. Sie finden ebenfalls Anwendung als Hydraulikflüssigkeiten, Lösemittel und Emulgatoren in der Chemie und als Waschrohstoffe. So z.B. auch Ethylenglykol und Propylenglykol, wobei Ethylenglykol, durch seine hohe Toxizität durch Propylenglykol zum größtem Teil ersetzt wurde[3].

Wieso sind Glykole in der Kosmetik ?

In der Kosmetik werden Glykole meist, auf Grund ihrer Viskosität und Polarität, als Emulgatoren, oder Trägerstoffe für Antioxidantien, Gerüche oder Wirkstoffe benutzt. Hierbei sind häufig Propylengrlykol und Polyproylenglykol in Nutzung, da sie diese Aufgaben meistern, und relativ untoxisch sind[4].

Was ist das Problem mit Glykolen in der Kosmetik ?

Abb. 2 Generelle Struktur des Polyethylenglykols (PEG) mit Anzahl n der Wiederholenden, eingeklammerten, Teile

Polypropylenglykol (PEG) macht die Haut durchlässiger, für Wirkstoffe und Schadstoffe. Es kann gleichermaßen helfen, und schaden, weshalb es unter Kritik steht. Da es jedoch nicht selbst toxisch ist, gilt es als akzeptabel für die meisten Hersteller und Behörden. PEG kann Allergien hervorrufen, indem es die Haut durchlässiger macht soll es Wirkstoffen helfen in den Organismus einzudringen, schleust jedoch auch Unerwünschte Stoffe in den Körper, und das für eine längere Zeit als das Kosmetik Produkt wirkt[5].

Gibt es Alternativen ?

Vorhandene Alternativen gibt es noch nicht, aufgrund des Propylenglykols, welches eine sehr geringe Toxizität, mit allen gefragten Eigenschaften besitzt. Es kann als Ersatz für Polyethylenglykol, welches die Haut durchlässiger macht. Ebenfalls kann es aus Mais gewonnen werden, ist 100% biologisch abbaubar, reizt und rötet nicht, und stört weder das Immunsystem noch die Hautbarriere[6].

Quellen:

Wikipedia[1][2][3]

Wissenschaftlicher Artikel zur Herstellung von Propylenglykol[6]

Artikel zu Propylenglykol in Kosmetika[4]

Artikel zu Polyethylenglykol[5]

Bildquellen: Wikimedia Commons, Flickr. Die Bildrechte gehen an die Besitzer der Bilder. Titelbild

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