Metalle im Deo – Wie gefährlich sind Aluminium Salze?

Was sind Aluminium salze generell ?

Aluminium ist ein Metall, welches wir heutzutage überall finden. In Form von Folie, als Dosen für Softdrinks und Nahrungsmittel oder als Werkstoff in Industrie und Privatgebrauch. Seit Jahren findet man es auch in Form von Metallsalzen in Deos und Antitranspirantien.

Was sind Aluminium Salze ?

Abb. 1

Metalle können sogenannte ionische Bindungen eingehen, hierbei geben sie eines oder mehrere Elektronen an einen passenden, Nichtmetall Partner ab. Durch Elektromagnetische Kräfte werden diese Partner nun zusammengehalten.[1] Das in Deodorants am häufigst benutze Aluminiumsalz ist das Aluminiumhydroxychlorid (ACH).[2]

Es besteht aus einer Mischung verschiedener Aluminium Salze mit den wiederkehrenden Bestandteilen, Al (Aluminium), Cl (Chlor) und OH (Hydroxid).[3]

Wieso werden Aluminium Salze in Deodorants benutzt ?

ACH verhindert übermäßigen Schweißaustritt, zuverlässig und langanhaltend. Es ist verhältnismäßig billig, einfach zu dosieren und hat deshalb ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es kann ohne Limit eingesetzt werden, und erfreut sich deshalb, bei vielen Kosmetik Herstellern, großer Beliebtheit. Zudem gibt es kaum Alternativen die diesen Job so gut erfüllen wie sie.[4]

Was sind nun die Probleme mit Aluminium Salzen ?

ACH wirkt auf zwei hauptsächliche Wege :

1) Es entzieht der Haut Feuchtigkeit, und verengt so die Schweißkanäle der Haut

2) Es denaturiert teilweise die Proteine der Haut, und sorgt so für einen Film über der Haut, welcher in die Poren und Schweißkanäle einzieht und diese so blockiert.

D.h. Aluminium Salze trocknen bewiesener Maßen die Haut aus und zerstören Proteine um Schweiß entgegen zu wirken. [5]

Ebenfalls ist ACH ein Nervengift, welches bei höheren Konzentrationen die Blut-Hirn-Schranke, eine natürliche Abgrenzung von Flüssigkeitsverläufen zum Zentralnervensystem (ZNS), beeinträchtigt. Es kann die DNA beschädigen und die Aktivitäten von Genen beeinflussen. [6]

Zudem sind sie im starkem Verdacht Brustkrebs und Alzheimer[7] auszulösen, dies ist jedoch immer noch umstritten und man ist sich uneinig ob erhöhte Aluminiumkonzentrationen in Brustkrebsgewebe als Auslöser oder doch nur als Nebenerscheinung gelten.[8]

Fakt ist jedoch, dass größere Mengen Aluminium nicht im Körper bleiben und von den Nieren abgetrennt, und anschließend ausgeschieden werden. Bei Menschen mit Nierenkrankheiten wie z.B. einer Nierenunterfunktion kann sich das Aluminium im Körper ansammeln.[9]

Gibt es natürliche und unbedenkliche Alternativen ?

Abb. 2

Ja und zugleich nein. Es gibt einige Konkurrenten, welche unbedenklich und schonend sind, jedoch nicht vergleichbar gut mit ACH wirken. Es müssen jedoch Kompromisse geschlossen, und die eigene Gesundheit einer etwas besseren Leistung vorangestellt werden. [9]

Als Alternativen gibt es Deos, welche durch basische Mineralien das saure Milieu, und somit das Wachstum von Bakterien, und somit üblem Geruch mindern bzw. beseitigen. Sie schützen ebenfalls zum Teil gegen Schweißaustritt. Aber auch natürliche Öle und Extrakte wie Weintraube, Koriander, Granatapfel oder Salbei helfen Gerüche zu unterdrücken. Mit Fetten und Wachsen, wie Beeren und Bienenwachs, Kakao-, und Sheabutter lässt sich übermäßiges Schwitzen zumindest zum größtem Teil vermeiden. [10]

Quellen zum Nachlesen:

Stiftung Warentest zum Test von Deodorants mit und ohne Aluminium Salzen[4]

BfR Stellungnahme zur erhöhten Aufnahme von Aluminium über Deodorants[9]

Studie zur Erhöhung des Alzheimer Risikos durch Aluminiumaufnahme[7]

Beschreibung von Risikofaktoren von Aluminium Salzhaltige Kosmetika[5][6][7]

Wikipedia[1][2][3][8][10]

Bildquellen: Wikipedia Commons, Flickr. Jegliche Bildrechte gehen an die Besitzer der Bilder. Abb. 1 | Abb.2 | Titelbild

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*