Terpene – Was sind sie und was machen sie in Kosmetika ?

Was sind Terpene ?

Terpene gehören einer großen Gruppe von chemischen Verbindungen an. Es gibt rund 8000 Terpene und bis zu 30.000 Stoff verwandte. Sie gelten als Lipide und kommen hauptsächlich in Pflanzen vor[1].

Was sind Terpene chemisch ?

Abb. 1 Das Isopren

Terpene stammen alle vom Isopren ab. Dieses wurde nach dem Baumharz Terpentin benannt. Man kann keine klare Stoffgruppe aus den Terpenen ausmachen, da es zu viele Variationen gibt. Sie kommen als Kohlenwasserstoffe, Aldehyde, Ketone, Glycoside, Alkohole, Ether oder Carbonsäuren vor. Sie werden hauptsächlich in Pflanzen gefunden, dabei meist in deren Ölen, Harzen, Blüten, Blättern und Rinden. Viele von ihnen wirken antimikrobiell, und als Pheromone für Insekten[2].

Man unterscheidet in folgende Subgruppen :

– Monoterpene: Es sind rund 900 Stück bekannt. Sie haben eine hohe Bioverfügbarkeit und anti kanzerogene Wirkungen. Sie sind Teil von ätherischen Ölen. z.B. Geraniol, Citral, Limonen, Menthol

– Sesquiterpene: Es sind mehr als 3000 bekannt. Sie bestehen aus drei Isopreneinheiten, und leiten sich alle vom Farnesylpyrophosphat ab. Sie finden sich in Pflanzenölen von z.B. Hopfen, Rosen, Kamille. z.B. Humulan, Farnesol, Bisabolol

– Diterpene: Es sind ca. 5000 Stück bekannt. Sie bestehen aus jeweils zwei Isopreneinheiten. Sie finden sich in einigen Pflanzen. Eine Vertretergruppe stellen die A Vitamine wie Retinal und Retinol da.

– Sesterpene: Es sind ca. 150 Stück bekannt. Sie kommen in niederen Pilzen, sowie Schwämmen vor. Sie haben als Grundgerüst das Furan, und besondere antibakterielle Wirkungen.

Abb. 3 Das Squalan Molekül

– Triterpene: Es gibt rund 1700 Stück. Sie bestehen aus jeweils 6 Isopreneinheiten, und leiten sich alle vom Squalan ab. Sie kommen in z.B. Farn, Birken und Schwertlilien vor. Ihre cyclischen Varianten haben Hopan oder Steran Grundgerüste.

– Tetraterpene: Bestehen aus acht Isopreneinheiten, und haben als Untergruppe alle Carotinoide.

-Polyterpene: Bestehen aus mehr als acht Isopreneinheiten. Sie sind in Naturkautschuk zu finden, z.B. Im Gummibaum, oder im Latex gewisser Pflanzen[3].

Was sind die Anwendungsbereiche von Terpenen ?

Terpene sind Teil vieler Pflanzenöle, und machen einen Großteil der ätherischen Öle aus. Sie haben sehr eigene Gerüche und Geschmäcker, und werden deshalb in Parfums und Kosmetika eingesetzt. Seit neuestem scheinen sie vielversprechend in der Pharmazeutik. So sollen sie beispielsweise in der Krebsheilforschung benutzt werden, jedoch sind sie noch nicht ansatzweise gut genug erforscht. Sie werden zudem als umweltfreundliche Insektizide benutzt[4].

Was machen Terpene in Kosmetika, und sind sie schädlich ?

Terpene sind in Naturkosmetik, aber auch in konventioneller Kosmetik anzutreffen. Sie machen den Großteil von ätherischen Ölen aus, weshalb sie in vielem enthalten sind, was mit Duftstoffen versetzt ist. Sie sind zudem in pflanzlichen Extrakten und Ölen enthalten. Viele von ihnen haben gute Eigenschaften für Kosmetikartikel, manche jedoch sind sogenannte Allergene. Citral, Limonen, Geraniol etc. Können bei sensiblen Menschen zu Hautirritationen, Rötungen und Juckreiz führen. Auch bei Menschen, welche noch keine Vorerscheinungen hatten, können Allergien gegen solche Stoffe ausbilden. So sollte man bei einem Hautarzt vorab Allergietests machen, um frühzeitig Stoffe für die topische Anwendung auszuschließen. Durch die sensibilisierenden Eigenschaften jedoch ist trotzdem weitestgehend Vorsicht geboten[5].

Quellen:

Wikipedia[1]

Wissenschaftliches Buch über Terpene[2][3][4][5]

Squalan in Kosmetik – Was macht es und wieso wird es benutzt ?

Was ist Squalan ?

Squalan ist eine ölige, geruchs- und geschmackslose Flüssigkeit, welche in Fischen (primär Haie) und Pflanzen vorkommt. Es wird in der Kosmetik und in der Industrie, sowie bei chemischen Analysen benutzt[1].

Was ist Squalan chemisch ?

Abb. 1 Das Squalan Molekül

Squalan ist ein sogenanntes Triterpen, welche aus drei Terpen Einheiten bestehen. Terpene haben generell Eigengerüche, und kommen in Harzen und ätherischen Ölen vor. Sie wirken antimikrobiell und werden als umweltfreundliche Insektizide benutzt. Zudem haben sie einige pharmakologisch interessante Eigenschaften, so sollen z.B. die in Hanf enthaltenen Terpene gegen Krebs eingesetzt werden[2].

Woher kommt Squalan ?

Squalan wurde in sehr nennenswerten Mengen aus Haien gewonnen, jedoch werden sie mittlerweile aus Squalen gewonnen. Squalen findet sich in vielen Pflanzen, und kann

Abb. 2 Das Squalen Molekül

zu Squalan hydriert werden. Squalen und Squalan kommen in z.B. Weizenkeimöl, Avocadoöl oder Olivenöl vor. Squalan, welches aus Pflanzen gewonnen wird wird auch als Phytosqualan bezeichnet um seine Herkunft zu verdeutlichen[3].

Wo wird Squalan eingesetzt, und warum ?

Squalan kommt in Kosmetika und Pharmaka zum Einsatz. Hier wird es Beispielsweise in Conditioner, Cremes und Salben benutzt, was auf seinen besonders guten Spreitwert zurückzuführen ist. Es zieht selbst nicht wirklich in die Haut ein, hat aber einen positiven Einfluss auf das Einzierverhalten von anderen Substanzen in einer Emulsion. Zudem ist es stabil gegenüber Oxidation, weshalb es in Sonnencremes benutzt wird[4].

Quellen

Wikipedia[1]

INCI Eintrag zu Squalan[2][3]

Artikel zu Squalan in Kosmetik[4]

Squalan – Der natürliche Feuchtigkeitsbooster für geschmeidige, widerstandsfähige Haut

 

Wachse in Kosmetika – Was sind ihre Aufgaben ?

Was sind Wachse ?

Wachse sind organische Stoffe, welche einige bestimmte mechanischen und physikalische Eigenschaften aufweisen. Sie finden im Sport , in der Lebensmitteltechnik, im Handwerk und in der Kosmetik Anwendung[1].

 

Was sind Wachse chemisch, und was sind ihre Eigenschaften ?

Wachse sind organische, also Kohlenstoffhaltige, unpolare Verbindungen, welche hauptsächlich aus Estern, Alkoholen und Amiden bestehen. Sie haben keine genau bestimmte Stoffgruppe, da viele verschiedene Mischungen und Verbindungen alle nötigen Eigenschaften aufweisen als Wachs zu zählen. Hierdurch kann keine Stoffgruppe, sondern nur einige mechanische und pysikalische Eigenschaften definiert werden. So, dass sie z.B. ab 20°C knetbar sind, ab 40°C schmelzen und eine leicht viskose Flüssigkeit bilden, bei leichtem Druck polierbar sind, eine grobe bis feine Kristallstruktur aufweisen und farblich durchsichtig oder opak sind. Es gibt ebenfalls natürliche und synthetische Wachse. Die Natürlichen werden in fossil und nicht fossil, sowie pflanzlich und tierisch, eingeteilt. Fossile Wachse wären z.B. Paraffine, tierische Wachse z.B. China und Bienenwachs, und pflanzliche Wachse z.B. Carnauba und Candelilawachs[2].

Wo werden sie benutzt ?

Wachse werden im Handwerk für Kerzen, Polituren und Herstellung von (Wachs)Figuren benutzt. In der Lebensmitteltechnik sind sie natürliche Trennmittel, und dienen als Überzug für z.B. Kaugummi, aber auch zum verschließen von z.B. Wein, um diesen sehr lange aufzubewahren. Sie werden im Sport beispielsweise beim Skifahren benutzt, um die Gleitfähigkeit auf dem Schnee zu verbessern[3].

Wieso werden sie in der Kosmetik benutzt ?

Wachse werden in der Kosmetik als Konsistenzgeber benutzt, so z.B. Bienenwachs für feste, jedoch etwas weicher gewollte Kosmetika, oder Candelila und Carnauba für festere Produkte. Sie schützen die Haut vor Feuchtigkeitsverlust, und bilden leichte filme, welche mit unter bei Haaren für einen leichten Glanz und eine gewisse Geschmeidigkeit sorgen[4].

Quellen:

Wikipedia[1][3]

INCI Beschreibung von Wachsen[2][4]

Fruchtsäurekuren – Was bewirken sie ?

Was sind Fruchtsäuren ?

Das Wort Fruchtsäure ist ein Sammelbegriff für, in Obst vorkommende, Säuren, wie z.B. Äpfelsäure, Citronensäure, Oxalsäure, Milchsäure, Salicylsäure und Weinsäure[1].

Was sind Fruchtsäuren chemisch ?

Die für Kosmetik und Medizin benutzten Fruchtsäuren sind sogenannte α-Hydroxycarbonsäurenn, Dicarbonsäuren oder die β-Hydroxycarbonsäure Salicylsäure. Das α bedeutet hierbei, dass eine Hydroxygruppe (-OH) am selben Kohlenstoff wie die Carboxygruppe (-COOH) sitzt, das β, dass sie am zweitem Kohlenstoffnachbarn der Carboxygruppe sitzt. Heirbei kann man auch unter Mono-, Di-, und Tricarbonsäuren unterscheiden, so ist z.B. Glycolsäure eine Monocarbonsäure, Weinsäure eine Dicarbonsäure und Citronensäure eine Tricarbonsäure. Der unterschied hierbei ist die Anzahl an Carboxygruppen. Zudem gibt es aromatische Carbonsäuren wie Salicylsäure oder Mandelsäure. Da sie alle Säuren sind haben sie einen niedrigen pH-Wert, ähnlich unserer Haut, jedoch sind sie nicht ansatzweise so stark wie andere Säuren, z.B. Mineral-, Schwefel-, oder Salpetersäure. Salze von Fruchtsäuren werden als Säuerungsmittel benutzt, Citronensäure ebenfalls als Konservierungsmittel[2].

Wie funktioniert eine Fruchtsäurekur ?

Bei einem herkömmlichem Peeling wird die oberste Hautschicht über mechanische Wege abgerieben, so z.B. Durch Zucker- oder Salzkristalle. Bei einem Fruchtsäurepeeling wird eine Mischung verschiedener Fruchtsäuren, mit einem niedrigem pH, auf die Haut aufgetragen, und zieht dort schnell in die Haut ein. Die Fruchtsäuren denaturieren daraufhin die Peptide in der äußersten Hautschicht, woraufhin die mittlere Hautschicht sie abtrennt, und selbst stärker durchblutet wird. Das Abtragen der obersten Hautschicht glättet die Haut, und das stärker Durchblutet sein der mittleren Hautschicht trägt zur schnellen Regeneration der Haut bei. Bei richtiger Anwendung können Symptome wie Akne, Mitesser, Falten und Pigmentflecken effektiv behoben werden[3].

Was muss man beachten ?

Man muss sich auf ein Fruchtsäurepeeling richtig vorbereiten, und auch im Nachhinein einige Dinge beachten, damit es richtig wirkt, und keine Nebenwirkungen auftreten. Zum einen sollte man die Haut einige Tage vorher schon mit niedrigeren Konzentrationen von Fruchtsäuren auf den niedrigen pH-Wert der Fruchtsäurekur vorbereiten. Ebenfalls sollte man im Nachhinein beachten, keine zu fettigen Cremes aufzutragen, und unbedingt einen UV-Schutz zu benutzen. In welchen Abständen und wie vielen Sitzungen eine Kur durchgeführt wird ist ganz individuell, und deshalb von Mensch zu Mensch anders, deshalb sollte man sich hierbei von Experten beraten lassen[4].

Quellen:

Wikipedia[1][2]

Wissenschaftlicher Artikel zu Alpha-Hydroxycarbonsäuren[3][4]

Glucocorticoide – Was sind sie und wieso sind sie in Kosmetik ?

Was sind Glucocorticoide ?

Glucocorticoide (kurz. GCC), sind Steroidhormone, welche unser Körper in der Nebennierenrinde produziert. Es erfüllt viele wichtige Zwecke im Körper und findet sich zu hauf in Arzneimitteln und teilweise in Kosmetika[1].

Abb. 1 Das Cortison

Was sind GCC chemisch und was machen sie im Körper ?

GCC sind Steroidhormone, also Analoge zu Hormonen. Das „Gluco“ in ihrem Namen ist auf ihren Einsatz im Glucose-Stoffwechsel zurückzuführen. Hierbei tragen sie zur Spaltung von Eiweiß (Proteinen) in Glucose bei, somit sind sie proteinspaltende Hormone. Sie beeinflussen den Stoffwechsel, Wasser- und Elektrolythaushalt, den Herz-Kreislauf und das Nervensystem, zudem wirken sie entzündungshemmend und immunsuppressiv, d.h. Immunsystemreaktion unterdrückend. Zu den wichtigsten dieser GCC gehören das Cortison und das Cortisol, wobei Cortison die inaktive Form des Cortisols ist[2].

Warum sind sie in Arzneimittel und Kosmetika ?

GCC haben starke entzündungshemmende Eigenschaften, weshalb sie in Salben und Tabletten benutzt werden. So wird z.B. Cortison gegen Schwellungen, Entzündungen und Krankheiten wie Nesselsucht eingesetzt[3].

Gibt es Nebenwirkungen ?

Bei kurzer, persönlich Angepasster Mengenverschreibung sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Kurze Einnahme von Überdosen können Schwindel, Kopfschmerzen, Depressionen oder Psychosen auftreten. Bei längerer Einnahme von Überdosen können schwerere Symptome wie Osteoporose, erhöhter Blutzuckerspiegel, oder gar Impotenz eintreten. Man sollte nach einer längeren Einnahme nicht schlagartig aufhören das Präparat zu nehmen, da der Körper die eigene Herstellung herunter gestellt oder gar ganz abgestellt hat und eine gewisse Zeit braucht um sie wieder zu normalisieren[4].

Gibt es Alternativen bei der topischen Anwendung ?

Bei Produkten mit topischer Anwendung, also Cremes, Salben und der gleichen, gibt es einige Alternativen zur Behandlung von Schwellungen, Rötungen, Irritationen und Juckreiz, also den natürlichen Abwehrfunktionen des Körpers. So z.B. Extrakte der Ringelblume, des Sanddorns, der Aloe Vera und Propolis. Ebenfalls gibt es das Bromelain, einem Enzymextrakt aus der Ananas, welche ähnlich dem Cortison, Eiweiße zersetzt[5].

1. Ringelblume: Die Ringelblume wird sowohl innerlich als auch äußerlich gegen Geschwüre und Verletzungen genutzt. Verbrennungen, Wunden, Rötungen, Irritationen und mehr werden durch Extrakte der Ringelblume schnell geheilt.

Grund hierfür sind vorallem hohe Mengen an Flavonoiden, bis zu 0,9%, Verschiedene Saponoide, Ätherische Öle aus Sesquiterpenen, Triterpene, Cumarine und Polysaccharide[6].

2. Sanddorn: Sanddorn wirkt hervorragend innerlich wie äußerlich. Es kurbelt die Regeneration und Heilung von Wunden an, und durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften lässt es Juckreiz und Rötungen schnell vergehen. Jedoch ist das Öl und das Fruchtfleisch sehr teuer, da die Früchte an dicht mit Dornen besetzten Sträuchern wachsen.

Diese Effekte sind den Inhaltsstoffen zu danken, so mit unter hohen Mengen an Vitamin C, B, E und A. Ebenfalls enthält es viele Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalium[7].

3. Aloe Vera: Jeder hat schon mal vom Wundermittel Aloe Vera, der Wüstenlilie, gehört. Es heilt durch antibakterielle und kühlende Wirkung Wunden, Insektenstiche und Sonnenbrände. Zudem schützt es den Körper von innen heraus vor Parasiten, Pilze und Bakterien.

Der Grund dafür ist kein Wunder, mit über 200 Wirkstoffen, wie Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe und Aminosäuren, ist Aloe Vera für alles gewappnet[8].

4. Propolis: Nichts für den veganen Lebensstil, aber ein wahres Wunderwerk der Tierwelt. Propolis ist ein Bienenerzeugnis und lässt sich frei zu „aus der Stadt“ oder „für die Stadt“ übersetzten. Bienen benutzen es um Pilze, Bakterien und Viren aus ihren Stöcken zu halten. Es hat entzündungshemmende, antivirale, antibakterielle und antifungale Wirkung, und ist deshalb ein Wundermittel der Wundheilung.

Hierfür legen sich die Bienen aber auch ins Zeug. Sie sammeln Harze von Bäumen, meist Nadelhölzern, lagern diese in Pollensäckchen, und mischen es mit Wachs und Blütenpollen[9].

5. Bromelain: Bromelain findet sich in der Ananas, und wird häufig gegen starke Schwellungen eingesetzt. Es ist ein Enzymgemisch, welches es vermag Eiweiß zu spalten (ähnlich dem Cortisol). Durch diese Eigenschaft kann es bei Entzündungen eingesetzt werden, sowohl als auch durch seine Beeinflussung auf die Blutgerinnung, Schwellungen und Ödeme nach Operationen vermindern. Manche Menschen haben allergische Reaktionen auf Bromelain, und sollten es deshalb nicht zu sich nehmen[10].

Quellen:

Wikipedia[1][3]

Fachartikel zu Cortison in der Medizin[2][4]

Artikel zur Ringelblume[6]

Artikel zum Sanddorn[7]

Artikel zur Aloe Vera[8]

Artikel zu Propolis[9]

Artikel zu Bromelanin[10]

Retinoide – Was sind sie und was machen sie in Kosmetik ?

Was sind Retinoide ?

Retinoide sind Substanzen verwand dem Retinol, welches selbst ein Abkömmling der A Vitamine ist. Sie finden sich in tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen, und sind essentiell für den Menschen[1].

Was ist Retinol, und welche Aufgaben hat es ?

Abb. 1 Die Struktur des Retinols

Retinol ist ein sogenanntes β-Jonon, und gehört zu den A Vitaminen. Diese sind für das Wachstum und Funktionstüchtigkeit der Haut, Schleimhäute, Blutkörperchen und Knochengewebe, sowie Stoffwechsel, Sehvorgang und der Biosynthese von Testosteron und Östrogen[2].

Was sind Retinoide chemisch ?

Die Retinoide unterscheiden sich in drei Generationen:

1. Die Nicht-aromatischen z.B. Tretinoin – Die Retinsäure

– Dieses kommt in der Akne Behandlung vor. Und wird ebenfalls als Beihilfe zur Behandlung von Akuten myeloischen Leukämie (AML – Blutkrebs) angewendet. Kann jedoch zu einer Erhöhung des Hirndrucks und Lungenödemen führen. Diese Nebeneffekte haben eine Letalität von 10%, wobei die Heilungsrate von AML 80% beträgt.

2. Die Mono-aromatischen z.B. Acitretin

– Dieses wird in der Behandlung von Schuppenflechte und Verhornungen eingesetzt

3. Poly-aromatischen z.B. Adapalen

-Dieses wird als Aknemittel benutzt, und kann Hautrötungen, Reizungen und Austrocknung verursachen, ist jedoch besser verträglich als Tretinoin

Alle sind Abkömmlinge des Retinols und somit des β-Jonons. Jonone sind für den Menschen bereits ab einer sehr geringen Konzentration riechbar, und haben meist blumige Gerüche. Sie kommen besonders in Beeren, Tee und Tabak vor[3].

Was machen Retinoide in Kosmetika ?

In der Kosmetik werden Retinoide häufig gegen Falten eingesetzt, wobei sie nach einigen Studien auch wirklich helfen[4]. Jedoch kommt es recht häufig vor, dass bei der erstmaligen Anwendung die Haut gereizt und gerötet sein kann, dieser Effekt soll gar erwartet werden. Lassen die Nebenwirkungen nach 4-5 Tagen jedoch nicht nach sollte man das Produkt nicht mehr benutzen[5].

Quellen:

Wikipedia[1][2][3][5]

Wissenschaftlicher Bericht zur Wirkung von Retinoiden auf die Hautalterung[4]

Was ist eine Dauerwelle – Wie entsteht sie ?

Was ist eine Dauerwelle ?

Eine Dauerwelle ist der chemische Umformungsprozess, um Locken oder Wellen in glattes Haar zu bringen, oder im Gegenteil hierzu, lockiges und gewelltes Haar zu glätten. Die heutige Methode wurde um 1906 erfunden[1].

Was passiert mit dem Haar ?

Die Thioglykolsäure Abb. 1

Das Haar selbst besteht äußerlich aus vielen sehr dünnen Fäden aus Keratin, welches an sich, drei lange Ketten aus Aminosäuren, in einem Dreifachhelix verwirbelt, darstellt. Diese werden innerhalb der Ketten von bestimmten Kräften und Bindungen in ihrer Form gehalten. Diese Verbindungen und die daraus resultierenden Formen sind genetisch bedingt. Die zwei Hauptverbindungen, welche diese Formen halten sind Wasserstoffbrückenbindungen und Disulfidbindungen, wobei die Wasserstoffbrücken reine Wechselwirkungen, nicht jedoch chemische Bindungen, sind. Die sogenannte Föhn welle wird nur mit Wasser erreicht, eine wirkliche Dauerwelle über chemische Methoden. Bei der Föhn welle bricht das Wasser die Wasserstoffbrückenbindungen, und lockert somit die Haare auf. Durch die Hitze des Föhns wird nun das Wasser verdunstet, und die Haare nehmen die gestylte Form an. Durch eine innere Spannung der Haare, treten sie sehr schnell wieder, durch kämmen, föhnen und waschen, in ihre Ausgangsform. Bei einer Dauerwelle werden die Haarproteine, also das Keratin, „denaturiert“. Denaturieren, bedeutet ein Protein, welche feste Formen haben um zu funktionieren, zu verformen. Dies geschieht durch Einfluss von Chemikalien oder auch durch Hitze, so werden beim Kochen eines Eies die Proteine im Ei denaturiert, weshalb dieses hart wird. In den Haaren werden hierbei die Disulfidbrücken des Keratins, genauer noch der Aminosäure Cystein als Teil von Keratin, gespalten. Dies geschieht durch Thioglykolsäure und seine Salze. Haar lockernde Präparate beinhalten meist einen pH Stabilisator, so z.B. Ammoniumhydrogencarbonat, welcher einen pH-Wert von 7,5-9, also einen sauren pH-Wert einstellt, einigen Emulgatoren und Tensiden, und der Thioglykolsäure. Anschließend werden mit einem Oxidationsmittel, meist Wasserstoffperoxid, die Disulfidbrücken wieder hergestellt, und somit wieder Festigkeit ins Haar gebracht[2].

Wie läuft der Dauerwellenprozess ab ?

Zuerst werden mit einem Präparat, welches einen pH-Stabilisator, einige Emulgatoren und Tenside, und Cystein (Thioglykolsäure nur noch selten, da Cystein schonender ist) enthält, die Haare aufgelockert. Dieser Prozess dauert zwischen 10 und 30 Minuten, kann jedoch duch Wärme z.B. durch eine Wärme Haube beschleunigt werden. Anschließend wird das Haar gründlich gewaschen, um Reste des Cysteins los zu werden. Nach dem waschen wird das Haar in Form gebracht, und mit einem Oxidationsmittel, hier meist Wasserstoffperoxid wieder Festigkeit gegeben. Im Gegensatz zur Föhn welle hält eine Dauerwelle eine wesentlich längere Zeit, jedoch wird ebenfalls durch eine innere Spannung im Haar, und durch häufiges Waschen, Föhnen und Kämmen die ursprüngliche Form des Haares wiederkehren[3].

Gibt es Probleme oder Folgen durch Dauerwellen ?

Ja gibt es. Die Thioglykolsäure nämlich zersetzt sich bei erhöhten Temperaturen zu Schwefelwasserstoff (SH2) und Schwefeloxiden (S2O, SO2, SO3), welche hoch giftig sind, ebenfalls entsteht Ammoniak, welches als Gas auf Dauer zu schweren Lungen und Augenschäden führen kann. Passt man hier also mit der Trockenhaube nicht auf, kann dies schwere Konsequenzen haben. Zudem greift das Wasserstoffperoxid das Haarpigment an, und wird aufgrund dessen auch zum blondieren benutzt. Die Dauerwelle an sich sorgt, gleich dem Haare färben, nicht für Schäden im Haar (welche nicht gewollt sind, z.B. das zerstören des Melanins beim blondieren)[4].

Quellen

Wikipedia[1][4]

Artikel zur Wiederkehr der Dauerwelle[3]

Artikel zur Dauerwelle – Arten, Dauer, Wirkprinzip [2]

Enzyme – Was sind sie und was sind ihre Aufgaben im Körper ?

Was sind Enzyme ?

Enzyme sind biologische Riesenmoleküle, welche chemische Reaktionen im Körper katalysieren. Dies macht sie essentiell für den Organismus, da wichtige Reaktionen sonst gar nicht bzw. zu langsam ablaufen würden[1].

Was sind ihre Aufgaben im Körper ?

Abb. 1 Das Bändermodell der Triosephosphatisomerase, welches ein wichtiger Teil des Einfach- und Traubenzuckerabbaus ist.

Enzyme katalysieren chemische Reaktionen im Körper. Sie sorgen dafür dass, Reaktionen schneller verlaufen, oder überhaupt ablaufen. Dies geschieht selektiv, und unterschiedliche Enzyme haben unterschiedliche Aufgaben. Zudem besitzen sie 6 Klassen:

-EC1: Oxireduktasen – Welche Moleküle reduzieren

-EC2: Transferasen – Welche Funktionellegruppen ersetzten und vertauschen können

-EC3: Hydrolasen – Welche Moleküle durch Anlagerung von Wasser spalten

-EC4: Lyasen – Welche Komplexe Moleküle Spalten oder synthetisieren

-EC5: Isomersen – Welche Moleküle isomerieren

-EC6: Ligasen – Welche Additionsreaktionen katalysieren[2]

Was sind Enzyme chemisch ?

Enzyme sind sogenannte Makromoleküle, also sehr große Moleküle. Sie sind lange Ketten aus Aminosäuren, länger noch als Peptide mit einer Kettenlänge von aufwärts 100 Aminosäuren. Es gibt viele verschiedene, mit unterschiedlichen Aufgaben. Sie können als Monomere, also einer Polypeptidkette oder mehreren Polypeptidketten einem sogenanntem Oligomer, bestehen. Chemisch sind sie Biokatalysatoren, wobei ein Katalysator ein Stoff ist, welcher die benötigte Energie einer Reaktionen (auch Stoffumwandlung genannt) herabsetzt. Sie fungieren, indem sie Stoffe an ihr aktives Zentrum binden, und dort ihre jeweilige Arbeit erledigen. Sie können sich mit anderen zusammenfügen, um sich z.B. gegenseitig zu regenerieren und regulieren. Zudem gib es die reinen Enzyme, welche nur aus Enzymen bestehen, und die Holoenzyme, welche aus einem Enzym und einem Kofaktor z.B. einem Metallion bestehen[3].

Abb. 2 Ein Energiediagramm, zur Veranschaulichung der Wirkungsweise eines Katalysators (gesenkter Energiebedarf rot)

Was sind ihre Anwendungsmöglichkeiten ?

Neben der offensichtlichen biologischen Bedeutung, werden Enzyme auch in z.B. Waschmitteln benutzt, um Fette und dergleichen zu lösen (Aufspaltung durch Lipasen), in der Käseherstellung, und in der Medizin[4].

Was machen Enzyme in der Kosmetik ?

In Kosmetika werden Enzyme als Gegenmittel zur Hautalterung benutzt. Sie helfen hierbei z.B. die Haut aufzupolstern indem sie die Kollagen Synthese anregen[5].

Quellen:

Wikipedia[1][2][3][4]

Bericht zu den Hautalterung beeinflussenden Effekten von Enzymen[5]

Peptide in Kosmetik – Wundermittel oder pures Marketing

Was sind Peptide ?

Peptide sind Stoffe, welche aus, mit Peptidverbindungen, verbundenen Aminosäuren bestehen. Sie sind in jedem Organismus zu finden, und machen alle Proteine aus[1].

Was sind Peptide chemisch ?

Abb. 1 Die Strukturformel des Alanin. Einer sehr simplen Aminosäure

Peptide bestehen aus Aminosäuren, welche mittels Peptidbindungen miteinander verbunden sind. Peptidbindungen entstehen, wenn zwei oder mehrere Aminosäuren über ihr Amin (NH2) und Carboxyl (COOH) unter Wasserabspaltung ein Amid bilden. Organismen können auschlißlich mit -Aminosäuren der L-Form Peptide bilden, da diese in der tRNA genetisch für die Herstellung codiert sind. Sie können weiter Unterteilt werden, so sind Peptide bis zu einer Aminosäure Anzahl von 10 sogenannte Oligopeptide, bis zu einer von 100 Polypeptide und ab 100 Aminosäuren in einer Kette Makropeptide. Zudem gibt es Glyko-, und Lipoproteine, an welche jeweils Zucker, oder Fette gebunden sind. Ringförmige Peptide heißen Cyclopeptide und bilden ebenfalls eine Subgruppe. Die Makropeptide werden auch Proteine genannt, wobei Proteine die Eigenschaft besitzen, sich zu entfallten, und in bestimmten Formen zusamen zu finden[2].

Was ist sind ihre Aufgaben im Körper ?

Im Körper besitzen die Peptide viele Aufgaben. Neben der Synthese von Proteinen, haben sie auch Eigenschaften, wie z.B. entzündungshemmend oder entzündungsfördernd zu wirken, als Hormone zu fungieren, und sie besitzen antimikrobielle, antimikrobiotische und antivirale Eigenschaften[3].

Abb. 2 Die Struktur des Neuropeptides Oxytocin, mit gefärbten Aminosäuren (Neun insgesamt).

Wie werden sie Hergestellt ?

Im Körper helfen Ribosome dabei Proteine herzustellen. Hierbei werden an ihnen lange Ketten aus Peptiden synthetisiert, welche sich anschließend auffalten. Hierdurch können selektiv bestimmte Sequenzen hergestellt werden. Synthetisch ist dies nicht so einfach. Im Labor z.B. fehlen diese Ribosome, und die Hilfsenzyme die die richtigen Sequenzen formen. Deshalb entstehen neben dem gewüschtem Produkt auch eine vielzahl an Nebenprodukten. Um also bestimmte Peptide und Sequenzen zu erhalten benutzt man entweder bestimmte Stoffe als „Schutzgruppe“ oder Enzyme, welche die Synthese von Nebenprodukten verhindern[4].

Was machen sie in Kosmetika ?

Peptide werden oftmals in Kosmetika eingesetzt, und als Anti-Aging Wunder angepriesen. Sie sollen Falten mindern, und so für eine glattere Haut sorgen. Sie werden synthetisch hergestellt und deshalb hauptsächlich in konventioneller, nicht jedoch in Naturkosmetik, verwendet. Ihre Wirkungen wurden bis jetzt nur teilweise untersucht, machen jedoch einen guten Eindruck auf eine ordentliche Wirkungsweise[5].

Quellen:

Wikipedia[1][2][3][4][5]

Artikel zu Peptiden in Kosmetika[5]

Emulgatoren – Was sind sie und was machen sie in Kosmetik ?

Was sind Emulgatoren ?

Emulgatoren sind Hilfsstoffe, welche zwei nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten zu einem fein verteiltem Gemisch vermengen. Sie finden Anwendung in der Pharmazie, Lebensmittelindustrie, Ölindustrie, im Haushalt und in Kosmetika[1].

Was sind Emulgatoren chemisch ?

Abb. 1 Ein Diglycerid, mit einer gesättigten Fettsäure (Blau) und einer ungesättigeten Fettsäure (Grün)

Emulgatoren sind grenzflächenaktive Stoffe, ähnlich den Tensiden. Sie setzten die Oberflächenspannung zwischen zwei Substanzen herunter, und lassen so eine feine Verteilung dieser zu. Sie besitzen immer zwei Teilstrukturen, eine stark polare z.B. durch mehrere polare Gruppen wie bei den Polyolen, und eine unpolare z.B. eine Fettsäure. Hierdurch sind sie in polaren und unpolaren Substanzen löslich. Als Lebensmittelzusatzstoffe zugelassen sind häufig die Mono- und Diglyceride von Speisefetten. Diese zeichnen sich durch ein Glycerinmolekül aus, welches an einer (mono) oder zwei (di) Stellen eine Fettsäure verestert hat. Ebenfalls können sie mit Carbonsäuren verestert sein, so z.B. mit Essig-, Milch-, Citronen-, und Weinsäure. Ebenfalls können sie mit Zuckern verestert sein, so z.B. das Polysorbat 80[2].

Wo werden Emulgatoren benutzt ?

Abb. 2 Die Grundstruktur des Polysorbat 80. Die Indizes, W, X, Y und Z geben die Anzahl der einzelnen Segmente an, es gilt jedoch : W+X+Y+Z = 16

Emulgatoren finden in der Lebensmittelindustrie Anwendung, so u.a. in Teigwaren um diese vor dem Vertrocknen zu schützen, oder andernfalls Wasser-Öl Mischungen zu vermischen und zu stabilisieren, so z.B. Mayonnaise.Im Haushalt dienen sie z.B. als Inhaltsstoff von Reinigungsmitteln. In der Kosmetik fungieren sie als Konsistenzgeber, Tenside um Öl-Wasser Gemische zu vermischen, und als leichte Detergenzien[3].

Was machen sie in Kosmetika ?

In Kosmetika werden oftmals Emulgatoren eingesetzt, um stabile Emulsionen herzustellen. Diese werden für Cremes, Shampoos etc. benutzt, und dienen Neben der Konsistenzgebung der richtigen Vermengung von Wasser und Öl. Hier werden unter anderem Polysorbat 80, Lecithin, Xanthan, Gummi Arabicum oder Saccharoseester von Fettsäuren z.B. Saccharose Stearat benutzt. Sie geben den Kosmetika eine angenehme Textur, und vermengen Öl und Wasser in eine einheitliche Masse[4].

Sind sie schädlich ?

Es gibt Studien über Emulgatoren u.a. Polysorbat 80 und Carboxymethylcellulose, welche zeigen, dass diese Stoffe in Mäusen zu einer Störung der Darmflora führten. So erkrankte der Wildtyp (genetisch unverändert) nicht an einer sogenannten Colitis, jedoch aber wurden Metabolische Syndrome, so auch eine leichte Gewichtszunahme und ein Anstieg des Körperfettanteils. Eine andere Gruppe Mäusen (mit eine Abwehrschwäche aufgrund eines fehlendem Gens), welche an sich schon sehr anfällig für Darmkrankheiten und Entzündungen war, wies nach der selben Testzeit und Konzentration (1% Carboxymethylcellulose und 1% Polysorbat 80, auf 12 Wochen) eine Erhöhung dieser Anfälligkeit von 40% auf 80% auf[5]. Dies jedoch wirkt sich nur auf die orale Aufnahme, also den Verzehr dieser Stoffe aus, nicht aber auf die äußere Anwendung[6].

Quelle:

Wikipedia[1][2][3][6]

Ärzteblatt Artikel zu Konservierungsstoffen und Colitis[5]

Artikel zu Emulgatoren und wieso sie Benutzt werden[4]