UV-Filter in Kosmetika – Was machen sie und sind sie gefährlich ?

Was ist UV-Strahlung ?

UV-Strahlung ist ein bestimmter Wellenlängenbereich des Lichts, welcher energetischer ist als sichtbares Licht. Sie tritt natürlich auf, ist aber auch künstlich erzeugbar. Sie umfasst die Bereiche um380-315nm (nahes UV/UV-A), 315-280nm (mittleres UV/UV-B) und 280-200nm (fernes UV/UV-C).[1]

Abb. 1 Die Sonne, beruhend auf Fusion, erzeugt UV-Strahlen aller Art.

Wo entsteht UV-Strahlung ?

UV-Strahlung kommt natürlich in Form der Sonnenstrahlung vor. Hierbei gibt die Sonne Strahlung von UV-A bis UV-C (sowie einige andere Wellenlängen des Spektrums) aus. Ein Großteil dieser Strahlung wird von der Ozonschicht absorbiert, wodurch UV-C so gut wie gar nicht, UV-A und UV-B verringert vorkommen. Man kann UV-Strahlung auch erzeugen, so z.B. durch Quecksilber oder Quarzlampen.[2]

Was macht UV-Strahlung, und benutzen wir sie ?

UV-Strahlung hat unterschiedliche Anwendungsbereiche, und je nach Wellenlänge andere Eigenschaften. Sie teilen jedoch untereinander einige Eigenschaften. So sind UV-Strahlen für das menschliche Auge unsichtbar, sie können chemische Bindungen spalten und kann Eiweiße denaturieren. Wir benutzen UV-Strahlung in einer Vielzahl von Dingen, so z.b. als harmloses Party Licht (Schwarzlicht), zur Desinfektion von Oberflächen, in der Analytik (Spektroskopie) oder im Solarium. UV-A Strahlung sorgen für viele Licht bedingte Hautschäden, UV-B Strahlen lösen Hautkrebs aus. [3]

Was sind UV-Filter ?

Ein UV-Filter ist ein Stoff, welcher UV-Strahlen zu harmlosere Infrarotstrahlen (Wärmestrahlung) macht. Hierbei gibt es Filter für den UV-A, UV-B und UV-C Bereich, sowie Breitbandfilter, welche mehrere Teile dieser Bereiche abdecken. Diese Filter fungieren auf dem Prinzip der Stokes-Verschiebung. Hierbei wird bei der Absorption der UV-Strahlung ein Teil der Energie gespeichert, und die Strahlung selbst schwächer Emittiert (wieder abgegeben).[4]

Welche UV-Filter werden in Kosmetika verwendet und wieso ?

UV-Filter werden als Sonnenschutz, in Lotion und Cremes verwendet. Hierbei schützen sie Zellen und DNA vor Schädigung durch UV-A und UV-B. Sonnenschutzprodukte kommen in verschiedenen „Stärken“, welche unter dem Lichtschutzfaktor (SPF) eingeteilt sind. Diese reichen von einem SPF von 6 (niedrig) bis zu einem SPF von 50+ (Sehr hoch). Solche Sonnenschutzmittel stellen organische Substanzen z.B. Benzophenon, Benzylidencampher oder Homosalat. Organische UV-Filter sind meist Derivate von Campher, Salicylsäure oder Zimtsäure. Anorganische UV-Filter sind z.B. Titandioxid (TiO2) oder Zinkoxid (ZnO). Von diesen UV-Filtern werden zudem Nanopartikel benutzt.[5]

Sind UV-Filter in Kosmetika gefährlich ?

UV-Filter können allergische und photoallergische Reaktionen hervorrufen. Einige UV-Filter können sich auf Geschlechtshormone auswirken, wobei dieser Effekt klar in Fischen ist (Verweiblichung von Fischen), jedoch beim Menschen nicht relevant zu sein scheint. 4-Methybenzylidencampher konnte hierbei jedoch nicht ausgeschlossen werden, diese Substanz ist hierbei zu vermeiden. Auch anorganische Stoffe, wie TiO2 und ZnO sind nicht gefahrlos. TiO2 und ZnO sind beim einatmen Krebserregend (das Einatmen kommt jedoch in Sonnenschutzmitteln nur bei Puder und Spray vor), Nanopartikel aus Titandioxid und Zinkoxid haben zytotoxische Eigenschaften (d.h. Sie können Zellen und Gewebe schädigen), zudem können sie durch UV-Strahlung Radikale ausbilden, welche organisches Material abbauen können. Nanopartikel dieser Metalloxide können ebenfalls mit Lymphozytentransformations-Tests bei einigen Nutzern nachgewiesen werden. Zinkoxid dringt hierbei nur bis in die Epidermis, Titandioxid in die äußerste Hautschicht (lat. Stratum corneum).[6][7]

Gibt es Alternativen zu herkömmlichen UV-Filtern ?

Leider nein. Es wird bereits an Alternativen geforscht und es wurden einige vielversprechende Kandidaten gefunden. Bis jetzt ist aber noch kein klares ‚Ok‘ für diese Stoffe ausgesprochen worden. Stoffe wie; Avobenzon, Amiloxat, Bemotrizinol oder Octyltriazon sind bisher nicht als toxisch eingestuft, die Evaluationen durch REACH und die zuständigen Gesundheitsämter jedoch lassen auf sich warten. Bisher gilt: Von einigen Stoffen wie z.b. 4-Methylbenylidencampher sollte man ganz die Finger lassen. Menschen welche allergisch auf manche organische UV-Filter reagieren sollten zu TiO2 und ZnO greifen (weißliche Produkte enthalten meistens „normale“ Größen von TiO2 und ZnO, transparente hingegen oft Nanopartikel. Welche man hierbei nimmt, hängt von einem selbst ab). Als Grundgedanke sollte man sich hierbei den Vergleich der Risiken nehmen, so ist die Chance auf Hautkrebs beim nicht benutzen von Sonnenschutz höher als das Risiko durch das Benutzen. Der Umwelt zuliebe sollte man etwas sparsamer mit Sonnenschutz umgehen, und wer doch ganz darauf verzichten möchte, muss sich anderweitig vor der Sonne schützen, so z.B. durch lange Kleidung.[8]

Quellen und Infos zum Nachlesen:

Wissenschaftlicher Artikel zu Zinkoxid Nanopartikeln[6][7]

Wissenschaftlicher Artikel zu Titandioxid Nanopartikel [6][7]

Wikipedia[1][2][3][4][5][8]

Fermente in der Kosmetik – Wieso Gegorenes in Kosmetika ?

Was ist Fermentation ? 

Fermentation bezeichnet die biologische oder enzymatische Umwandlung von organischen Stoffen in Säuren, Gase oder Alkohol. Dies wird über Bakterien-, Pilz-, oder andere Zellkulturen, aber auch über die Zugabe von Enzymen erreicht. Das Wort Fermentation, kommt vom lateinischem „fermentum“ und bedeutet soviel wie Gärung[1].

Was passiert bei der Fermentation ?

Bei der Fermentation werden aus organischen Ausgangsstoffen mit großem Energiegehalt, z.B. Glucose oder Eiweißen, ohne Sauerstoff, neue, kleinere Moleküle gebildet. Dieser Prozess wird auch anerobe Fermentation genannt. Die anerobe Fermentation ist an sich die einzige, der Definition entsprechende, Form der Gärung. Hierdruch wird beispielsweise Zucker durch Hefebakterien zu Kohlenstoffdioxid und Ethanol umgewandelt. Es gibt ebenfalls Arten der Gärung mit Sauerstoff, die aerobe Fermentation. Diese Form der Fermentation wird z.B. benutzt um Essigsäure herzustellen, gilt jedoch nach Definition nicht direkt als Gärung[2].

Wo wird Fermentation eingesetzt ?

Fermentation wird in der Lebens-, und Genussmittelindustrie eingesetzt, und dient hierbei hauptsächlich zur Haltbarmachung, der Entwicklung von Aromastoffen, der Herstellung von Milchprodukten und der Erzeugung von alkoholischen Getränken. In der Technik

hat die Fermentation ebenfalls große Bedeutung, und dient zur Herstellung von Bioethanol, Aminosäuren, organischen Säuren z.B. Essig-, Citronen-, und Milchsäure, Enzymen, Pharmaka und Polymeren[3].

Warum werden Fermente in der Kosmetik benutzt ?

In der Kosmetik finden Fermente seit längerem als durch Gärung hergestellte Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Alkohol, oder Xanthan Anwendung. Seit neuerem werden aber auch andere Inhaltsstoffe fermentiert. Dieser Trend kommt aus Korea und verspricht dort sehr viel. Pflanzenrohstoffe werden mittel Mikroorganismen so angepasst, wie benötigt. So können nichtvorhandene, jedoch gewüschte, Stoffe hergestellt werden. Ebenfalls kann die Konzentration von anderen, bereits vorhandenen Stoffen, wie Antioxidantien, erhöht werden[4].

Quellen:

Wikipedia[1][2][3][4]

Wasser in der Kosmetik – Der Grundbaustein des Lebens

Was ist Wasser ?

Wasser ist eine chemische Substanz mit der Formel H2O, es besteht aus den Elementen Sauerstoff(O) und Wasserstoff(H). Es macht rund 71% der Oberfläche der Erde in Form von Ozeanen und Meeren aus. Davon sind 97% Salzwasser, und nur rund 3% Süßwasser. Es ist die Grundlage alles Lebens und in ihm soll auch das erste mehrzellige Leben begonnen haben[1].

Was sind die Eigenschaften des Wassers ?

Wasser ist die einzige Substanz die in nennenswerten Mengen in allen drei Aggregatzuständen, fest, flüssig und gasförmig vorkommt. Umgangssprachlich wird die feste Variante Eis, die flüssige Variante Wasser und die gasförmige Variante Wasserdampf genannt. Als Flüssigkeit hat es meist Salze, Gase und organische Stoffe gelöst. Durch die unterschiedliche Elektronegativität der Elemente selbst, entsteht im Molekül eine Partialladung, d.h. die Bestandteile des Wassers, Sauerstoff und Wasserstoff sind teilweise geladen. So ist der Sauerstoff teilweise negativ, und der Wasserstoff teilweise positiv geladen. Dies sind jedoch keine direkten Ladungen, sondern nur Nebeneffekte der Position der Elektronen. Aus diesem Grund können sich unter den Wassermolekülen sogenannte Wasserstoffbrücken bilden, indem sich die unterschiedlich geladenen Teilchen miteinander assoziieren. Auf diese Eigenschaft ist auch die Dichteanomalie des Wassers zurückzuführen. Erhitzt man eine Substanz so dehnt sich diese aus, nicht jedoch beim Wasser, hier ist es genau umgekehrt. Bismut, Silizium und gewisse Legierungen teilen diese Eigenschaft mit dem Wasser. Diese Anomalie ist auch der Grund wieso Eis auf Wasser schwimmt, obwohl es untergehen sollte. Zudem besitzt Wasser, für seine geringe molare Masse einen sehr hohen Siedepunkt von 100°C. Ähnliche Substanzen wie Schwefelwasserstoff (SH2) oder

Selenwasserstoff (SeH2) haben Siedepunkte von -61 bis -41°C. Wasser ist ebenfalls sehr Licht durchlässig, wodurch das Leben von Pflanzen und Algen unter dem Wasser, in Meeren und Ähnlichen möglich ist. Jedoch absorbiert Wasser gewisse Wellenlängen des Lichts, so z.B. die rote. Hierdurch dringt das rote Licht ab einigen Metern Wassertiefe nicht mehr durch das Wasser, blaues jedoch schon. Hierdurch entsteht die blaue Farbe des Wasser. Ebenfalls absorbiert es UV-Strahlen, so gut sogar, dass nach einigen Zentimetern alles an UV-Strahlen absorbiert wird. Es fungiert amphoter, d.h. es ist gleichermaßen Säure und Base, und ist ein gutes polares Lösemittel. Es hat einen pH-Wert von 7, kann aber durch z.B. Kohlenstoffdioxidhaltige Luft zu einem pH-Wert von 4,5 bis 5,5 eingestellt werden. Normales Leitungswasser hat gewisse Mengen Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, sowie Strontium und Barium gelöst, welche wichtig für die Gesundheit sind, jedoch auch Störfaktoren für andere Anwendungen darstellen. Wasser besitzt bei Raumtemperatur die größte spezifische Wärmekapazität d.h. Wasser kann viel Energie speichern. Ebenfalls besitzt es nach Quecksilber die größte

Oberflächenspannung, wodurch beispielsweise Büroklammern und gar Münzen auf dem Wasser liegen können ohne unter zu gehen. Aus dem selben Grund können Wasserläufer auf dem Wasser gleiten[2].

Wieso ist Wasser der Grundbaustein alles Lebens ?

Man geht davon aus, dass Cyanobakterien vor mehreren Millionen Jahren, als die Erde noch sehr heiß war und primär aus Vulkanen, und die Atmosphäre aus giftigem Schwefelwasserstoff bestand, aus organischen Substanzen und dem Schwefelwasserstoff Wasser herstellten. So wurde die Atmosphäre nach und nach gereinigt, und Wasser geschaffen. In diesem Wasser fing alles an mehrzelligem Leben an. Wir Menschen bestehen zu 70% aus Wasser, und ein Mangel daran führt zu schweren Folgen. Eine übermäßige Einnahme von Wasser jedoch führt ebenfalls zu schweren Folgen. Weltweit haben ca. zwei drittel, also rund 4 Mrd. Menschen mindestens einmal im Monat nicht genügend Wasser. 1,8 bis 2,9 Mrd. leiden 4 bis 6 Monate an schweren Wasserknappheiten, und ca. 0,5 Mrd. Menschen ganzjährig[3].

Was sind die folgen von zu wenig oder zu viel Wasser ?

Die Einnahme von zu wenig Wasser nennt man Dehydration, und die Einnahme von zu viel Wasser Hyperhydration. Man unterscheidet hierbei in drei Kategorien:

– Isoton: Hierbei ändern sich der Wasseranteil und Salzanteil zu gleichen Mengen d.h. Man verliert beiderlei Flüssigkeit und wichtige Salze. Dies kommt z.B. Bei Erbrechen vor.

– Hyperton: Hierbei verliert man mehr Wasser als Salz, wodurch eine höhere Salzkonzentration entsteht, und hierdurch Verdurstung einsetzt. Dies geschieht beim Schwitzen, bei harter Arbeit oder Fieber ohne ausreichend Flüssigkeitszufuhr.

– Hypoton: Hierbei verliert man mehr Salz als Wasser, wodurch Körperflüssigkeiten, wie dem Blut, die ausreichende Menge an Ionen fehlt, weshalb wichtige Funktionen die auf dem Ionenaustausch funktionieren nicht mehr richtig ablaufen oder gar aussetzten[4].

Abb. 1 Wasser als Stilmittel in der Architektur

Wozu wird Wasser außer zum Trinken genutzt ?

Wasser findet überall Anwendung. Ob in der Lebensmitteltechnik, der Energiegewinnung, der Wissenschaft, der Bauindustrie, der Architektur, der Kunst etc. Es wird in so gut wie allen Bereichen zumindest zu einem Teil benutzt. Es wird als Ausgangsstoff so gut wie aller Lebensmittel benutzt, dient als Mittel der Energieumwandlung in z.B. Kernkraft, Kohle oder Wasserkraftwerken, es ist wichtiges Lösemittel und essentielles Mittel in allen wissenschaftliche Bereichen, es wird als Lösemittel beim Bau mit Beton, oder zur Reinigung benutzt, es findet Anwendung als Dekorelement, und ist Sinnbild des Lebens in vielen Gemälden und religiösen Kunstwerken[5].

Was macht Wasser in der Kosmetik ?

In der Kosmetik dient Wasser als Lösemittel, und wird zur hautverträglichen Verdünnung von Tensiden und anderen Wirk- und Hilfsstoffen genutzt. Es dient zudem als Feuchtigkeitsspender für die Haut, sofern es richtig angewendet wird[6].

Quellen:

Wikipedia[1][2][3][4][5]

Artikel zu Wasser in Kosmetik[6]

Terpene – Was sind sie und was machen sie in Kosmetika ?

Was sind Terpene ?

Terpene gehören einer großen Gruppe von chemischen Verbindungen an. Es gibt rund 8000 Terpene und bis zu 30.000 Stoff verwandte. Sie gelten als Lipide und kommen hauptsächlich in Pflanzen vor[1].

Was sind Terpene chemisch ?

Abb. 1 Das Isopren

Terpene stammen alle vom Isopren ab. Dieses wurde nach dem Baumharz Terpentin benannt. Man kann keine klare Stoffgruppe aus den Terpenen ausmachen, da es zu viele Variationen gibt. Sie kommen als Kohlenwasserstoffe, Aldehyde, Ketone, Glycoside, Alkohole, Ether oder Carbonsäuren vor. Sie werden hauptsächlich in Pflanzen gefunden, dabei meist in deren Ölen, Harzen, Blüten, Blättern und Rinden. Viele von ihnen wirken antimikrobiell, und als Pheromone für Insekten[2].

Man unterscheidet in folgende Subgruppen :

– Monoterpene: Es sind rund 900 Stück bekannt. Sie haben eine hohe Bioverfügbarkeit und anti kanzerogene Wirkungen. Sie sind Teil von ätherischen Ölen. z.B. Geraniol, Citral, Limonen, Menthol

– Sesquiterpene: Es sind mehr als 3000 bekannt. Sie bestehen aus drei Isopreneinheiten, und leiten sich alle vom Farnesylpyrophosphat ab. Sie finden sich in Pflanzenölen von z.B. Hopfen, Rosen, Kamille. z.B. Humulan, Farnesol, Bisabolol

– Diterpene: Es sind ca. 5000 Stück bekannt. Sie bestehen aus jeweils zwei Isopreneinheiten. Sie finden sich in einigen Pflanzen. Eine Vertretergruppe stellen die A Vitamine wie Retinal und Retinol da.

– Sesterpene: Es sind ca. 150 Stück bekannt. Sie kommen in niederen Pilzen, sowie Schwämmen vor. Sie haben als Grundgerüst das Furan, und besondere antibakterielle Wirkungen.

Abb. 3 Das Squalan Molekül

– Triterpene: Es gibt rund 1700 Stück. Sie bestehen aus jeweils 6 Isopreneinheiten, und leiten sich alle vom Squalan ab. Sie kommen in z.B. Farn, Birken und Schwertlilien vor. Ihre cyclischen Varianten haben Hopan oder Steran Grundgerüste.

– Tetraterpene: Bestehen aus acht Isopreneinheiten, und haben als Untergruppe alle Carotinoide.

-Polyterpene: Bestehen aus mehr als acht Isopreneinheiten. Sie sind in Naturkautschuk zu finden, z.B. Im Gummibaum, oder im Latex gewisser Pflanzen[3].

Was sind die Anwendungsbereiche von Terpenen ?

Terpene sind Teil vieler Pflanzenöle, und machen einen Großteil der ätherischen Öle aus. Sie haben sehr eigene Gerüche und Geschmäcker, und werden deshalb in Parfums und Kosmetika eingesetzt. Seit neuestem scheinen sie vielversprechend in der Pharmazeutik. So sollen sie beispielsweise in der Krebsheilforschung benutzt werden, jedoch sind sie noch nicht ansatzweise gut genug erforscht. Sie werden zudem als umweltfreundliche Insektizide benutzt[4].

Was machen Terpene in Kosmetika, und sind sie schädlich ?

Terpene sind in Naturkosmetik, aber auch in konventioneller Kosmetik anzutreffen. Sie machen den Großteil von ätherischen Ölen aus, weshalb sie in vielem enthalten sind, was mit Duftstoffen versetzt ist. Sie sind zudem in pflanzlichen Extrakten und Ölen enthalten. Viele von ihnen haben gute Eigenschaften für Kosmetikartikel, manche jedoch sind sogenannte Allergene. Citral, Limonen, Geraniol etc. Können bei sensiblen Menschen zu Hautirritationen, Rötungen und Juckreiz führen. Auch bei Menschen, welche noch keine Vorerscheinungen hatten, können Allergien gegen solche Stoffe ausbilden. So sollte man bei einem Hautarzt vorab Allergietests machen, um frühzeitig Stoffe für die topische Anwendung auszuschließen. Durch die sensibilisierenden Eigenschaften jedoch ist trotzdem weitestgehend Vorsicht geboten[5].

Quellen:

Wikipedia[1]

Wissenschaftliches Buch über Terpene[2][3][4][5]

Squalan in Kosmetik – Was macht es und wieso wird es benutzt ?

Was ist Squalan ?

Squalan ist eine ölige, geruchs- und geschmackslose Flüssigkeit, welche in Fischen (primär Haie) und Pflanzen vorkommt. Es wird in der Kosmetik und in der Industrie, sowie bei chemischen Analysen benutzt[1].

Was ist Squalan chemisch ?

Abb. 1 Das Squalan Molekül

Squalan ist ein sogenanntes Triterpen, welche aus drei Terpen Einheiten bestehen. Terpene haben generell Eigengerüche, und kommen in Harzen und ätherischen Ölen vor. Sie wirken antimikrobiell und werden als umweltfreundliche Insektizide benutzt. Zudem haben sie einige pharmakologisch interessante Eigenschaften, so sollen z.B. die in Hanf enthaltenen Terpene gegen Krebs eingesetzt werden[2].

Woher kommt Squalan ?

Squalan wurde in sehr nennenswerten Mengen aus Haien gewonnen, jedoch werden sie mittlerweile aus Squalen gewonnen. Squalen findet sich in vielen Pflanzen, und kann

Abb. 2 Das Squalen Molekül

zu Squalan hydriert werden. Squalen und Squalan kommen in z.B. Weizenkeimöl, Avocadoöl oder Olivenöl vor. Squalan, welches aus Pflanzen gewonnen wird wird auch als Phytosqualan bezeichnet um seine Herkunft zu verdeutlichen[3].

Wo wird Squalan eingesetzt, und warum ?

Squalan kommt in Kosmetika und Pharmaka zum Einsatz. Hier wird es Beispielsweise in Conditioners, Cremes und Salben benutzt, was auf seinen besonders guten Spreitwert zurückzuführen ist. Es zieht selbst nicht wirklich in die Haut ein, hat aber einen positiven Einfluss auf das Einzierverhalten von anderen Substanzen in einer Emulsion. Zudem ist es stabil gegenüber Oxidation, weshalb es in Sonnencremes benutzt wird[4].

Quellen

Wikipedia[1]

INCI Eintrag zu Squalan[2][3]

Artikel zu Squalan in Kosmetik[4]

Wachse in Kosmetika – Was sind ihre Aufgaben ?

Was sind Wachse ?

Wachse sind organische Stoffe, welche einige bestimmte mechanischen und physikalische Eigenschaften aufweisen. Sie finden im Sport , in der Lebensmitteltechnik, im Handwerk und in der Kosmetik Anwendung[1].

 

Was sind Wachse chemisch, und was sind ihre Eigenschaften ?

Wachse sind organische, also Kohlenstoffhaltige, unpolare Verbindungen, welche hauptsächlich aus Estern, Alkoholen und Amiden bestehen. Sie haben keine genau bestimmte Stoffgruppe, da viele verschiedene Mischungen und Verbindungen alle nötigen Eigenschaften aufweisen als Wachs zu zählen. Hierdurch kann keine Stoffgruppe, sondern nur einige mechanische und pysikalische Eigenschaften definiert werden. So, dass sie z.B. ab 20°C knetbar sind, ab 40°C schmelzen und eine leicht viskose Flüssigkeit bilden, bei leichtem Druck polierbar sind, eine grobe bis feine Kristallstruktur aufweisen und farblich durchsichtig oder opak sind. Es gibt ebenfalls natürliche und synthetische Wachse. Die Natürlichen werden in fossil und nicht fossil, sowie pflanzlich und tierisch, eingeteilt. Fossile Wachse wären z.B. Paraffine, tierische Wachse z.B. China und Bienenwachs, und pflanzliche Wachse z.B. Carnauba und Candelilawachs[2].

Wo werden sie benutzt ?

Wachse werden im Handwerk für Kerzen, Polituren und Herstellung von (Wachs)Figuren benutzt. In der Lebensmitteltechnik sind sie natürliche Trennmittel, und dienen als Überzug für z.B. Kaugummi, aber auch zum verschließen von z.B. Wein, um diesen sehr lange aufzubewahren. Sie werden im Sport beispielsweise beim Skifahren benutzt, um die Gleitfähigkeit auf dem Schnee zu verbessern[3].

Wieso werden sie in der Kosmetik benutzt ?

Wachse werden in der Kosmetik als Konsistenzgeber benutzt, so z.B. Bienenwachs für feste, jedoch etwas weicher gewollte Kosmetika, oder Candelila und Carnauba für festere Produkte. Sie schützen die Haut vor Feuchtigkeitsverlust, und bilden leichte filme, welche mit unter bei Haaren für einen leichten Glanz und eine gewisse Geschmeidigkeit sorgen[4].

Quellen:

Wikipedia[1][3]

INCI Beschreibung von Wachsen[2][4]

Fruchtsäurekuren – Was bewirken sie ?

Was sind Fruchtsäuren ?

Das Wort Fruchtsäure ist ein Sammelbegriff für, in Obst vorkommende, Säuren, wie z.B. Äpfelsäure, Citronensäure, Oxalsäure, Milchsäure, Salicylsäure und Weinsäure[1].

Was sind Fruchtsäuren chemisch ?

Die für Kosmetik und Medizin benutzten Fruchtsäuren sind sogenannte α-Hydroxycarbonsäurenn, Dicarbonsäuren oder die β-Hydroxycarbonsäure Salicylsäure. Das α bedeutet hierbei, dass eine Hydroxygruppe (-OH) am selben Kohlenstoff wie die Carboxygruppe (-COOH) sitzt, das β, dass sie am zweitem Kohlenstoffnachbarn der Carboxygruppe sitzt. Heirbei kann man auch unter Mono-, Di-, und Tricarbonsäuren unterscheiden, so ist z.B. Glycolsäure eine Monocarbonsäure, Weinsäure eine Dicarbonsäure und Citronensäure eine Tricarbonsäure. Der unterschied hierbei ist die Anzahl an Carboxygruppen. Zudem gibt es aromatische Carbonsäuren wie Salicylsäure oder Mandelsäure. Da sie alle Säuren sind haben sie einen niedrigen pH-Wert, ähnlich unserer Haut, jedoch sind sie nicht ansatzweise so stark wie andere Säuren, z.B. Mineral-, Schwefel-, oder Salpetersäure. Salze von Fruchtsäuren werden als Säuerungsmittel benutzt, Citronensäure ebenfalls als Konservierungsmittel[2].

Wie funktioniert eine Fruchtsäurekur ?

Bei einem herkömmlichem Peeling wird die oberste Hautschicht über mechanische Wege abgerieben, so z.B. Durch Zucker- oder Salzkristalle. Bei einem Fruchtsäurepeeling wird eine Mischung verschiedener Fruchtsäuren, mit einem niedrigem pH, auf die Haut aufgetragen, und zieht dort schnell in die Haut ein. Die Fruchtsäuren denaturieren daraufhin die Peptide in der äußersten Hautschicht, woraufhin die mittlere Hautschicht sie abtrennt, und selbst stärker durchblutet wird. Das Abtragen der obersten Hautschicht glättet die Haut, und das stärker Durchblutet sein der mittleren Hautschicht trägt zur schnellen Regeneration der Haut bei. Bei richtiger Anwendung können Symptome wie Akne, Mitesser, Falten und Pigmentflecken effektiv behoben werden[3].

Was muss man beachten ?

Man muss sich auf ein Fruchtsäurepeeling richtig vorbereiten, und auch im Nachhinein einige Dinge beachten, damit es richtig wirkt, und keine Nebenwirkungen auftreten. Zum einen sollte man die Haut einige Tage vorher schon mit niedrigeren Konzentrationen von Fruchtsäuren auf den niedrigen pH-Wert der Fruchtsäurekur vorbereiten. Ebenfalls sollte man im Nachhinein beachten, keine zu fettigen Cremes aufzutragen, und unbedingt einen UV-Schutz zu benutzen. In welchen Abständen und wie vielen Sitzungen eine Kur durchgeführt wird ist ganz individuell, und deshalb von Mensch zu Mensch anders, deshalb sollte man sich hierbei von Experten beraten lassen[4].

Quellen:

Wikipedia[1][2]

Wissenschaftlicher Artikel zu Alpha-Hydroxycarbonsäuren[3][4]

Glucocorticoide – Was sind sie und wieso sind sie in Kosmetik ?

Was sind Glucocorticoide ?

Glucocorticoide (kurz. GCC), sind Steroidhormone, welche unser Körper in der Nebennierenrinde produziert. Es erfüllt viele wichtige Zwecke im Körper und findet sich zu hauf in Arzneimitteln und teilweise in Kosmetika[1].

Abb. 1 Das Cortison

Was sind GCC chemisch und was machen sie im Körper ?

GCC sind Steroidhormone, also Analoge zu Hormonen. Das „Gluco“ in ihrem Namen ist auf ihren Einsatz im Glucose-Stoffwechsel zurückzuführen. Hierbei tragen sie zur Spaltung von Eiweiß (Proteinen) in Glucose bei, somit sind sie proteinspaltende Hormone. Sie beeinflussen den Stoffwechsel, Wasser- und Elektrolythaushalt, den Herz-Kreislauf und das Nervensystem, zudem wirken sie entzündungshemmend und immunsuppressiv, d.h. Immunsystemreaktion unterdrückend. Zu den wichtigsten dieser GCC gehören das Cortison und das Cortisol, wobei Cortison die inaktive Form des Cortisols ist[2].

Warum sind sie in Arzneimittel und Kosmetika ?

GCC haben starke entzündungshemmende Eigenschaften, weshalb sie in Salben und Tabletten benutzt werden. So wird z.B. Cortison gegen Schwellungen, Entzündungen und Krankheiten wie Nesselsucht eingesetzt[3].

Gibt es Nebenwirkungen ?

Bei kurzer, persönlich Angepasster Mengenverschreibung sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Kurze Einnahme von Überdosen können Schwindel, Kopfschmerzen, Depressionen oder Psychosen auftreten. Bei längerer Einnahme von Überdosen können schwerere Symptome wie Osteoporose, erhöhter Blutzuckerspiegel, oder gar Impotenz eintreten. Man sollte nach einer längeren Einnahme nicht schlagartig aufhören das Präparat zu nehmen, da der Körper die eigene Herstellung herunter gestellt oder gar ganz abgestellt hat und eine gewisse Zeit braucht um sie wieder zu normalisieren[4].

Gibt es Alternativen bei der topischen Anwendung ?

Bei Produkten mit topischer Anwendung, also Cremes, Salben und der gleichen, gibt es einige Alternativen zur Behandlung von Schwellungen, Rötungen, Irritationen und Juckreiz, also den natürlichen Abwehrfunktionen des Körpers. So z.B. Extrakte der Ringelblume, des Sanddorns, der Aloe Vera und Propolis. Ebenfalls gibt es das Bromelain, einem Enzymextrakt aus der Ananas, welche ähnlich dem Cortison, Eiweiße zersetzt[5].

1. Ringelblume: Die Ringelblume wird sowohl innerlich als auch äußerlich gegen Geschwüre und Verletzungen genutzt. Verbrennungen, Wunden, Rötungen, Irritationen und mehr werden durch Extrakte der Ringelblume schnell geheilt.

Grund hierfür sind vorallem hohe Mengen an Flavonoiden, bis zu 0,9%, Verschiedene Saponoide, Ätherische Öle aus Sesquiterpenen, Triterpene, Cumarine und Polysaccharide[6].

2. Sanddorn: Sanddorn wirkt hervorragend innerlich wie äußerlich. Es kurbelt die Regeneration und Heilung von Wunden an, und durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften lässt es Juckreiz und Rötungen schnell vergehen. Jedoch ist das Öl und das Fruchtfleisch sehr teuer, da die Früchte an dicht mit Dornen besetzten Sträuchern wachsen.

Diese Effekte sind den Inhaltsstoffen zu danken, so mit unter hohen Mengen an Vitamin C, B, E und A. Ebenfalls enthält es viele Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalium[7].

3. Aloe Vera: Jeder hat schon mal vom Wundermittel Aloe Vera, der Wüstenlilie, gehört. Es heilt durch antibakterielle und kühlende Wirkung Wunden, Insektenstiche und Sonnenbrände. Zudem schützt es den Körper von innen heraus vor Parasiten, Pilze und Bakterien.

Der Grund dafür ist kein Wunder, mit über 200 Wirkstoffen, wie Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe und Aminosäuren, ist Aloe Vera für alles gewappnet[8].

4. Propolis: Nichts für den veganen Lebensstil, aber ein wahres Wunderwerk der Tierwelt. Propolis ist ein Bienenerzeugnis und lässt sich frei zu „aus der Stadt“ oder „für die Stadt“ übersetzten. Bienen benutzen es um Pilze, Bakterien und Viren aus ihren Stöcken zu halten. Es hat entzündungshemmende, antivirale, antibakterielle und antifungale Wirkung, und ist deshalb ein Wundermittel der Wundheilung.

Hierfür legen sich die Bienen aber auch ins Zeug. Sie sammeln Harze von Bäumen, meist Nadelhölzern, lagern diese in Pollensäckchen, und mischen es mit Wachs und Blütenpollen[9].

5. Bromelain: Bromelain findet sich in der Ananas, und wird häufig gegen starke Schwellungen eingesetzt. Es ist ein Enzymgemisch, welches es vermag Eiweiß zu spalten (ähnlich dem Cortisol). Durch diese Eigenschaft kann es bei Entzündungen eingesetzt werden, sowohl als auch durch seine Beeinflussung auf die Blutgerinnung, Schwellungen und Ödeme nach Operationen vermindern. Manche Menschen haben allergische Reaktionen auf Bromelain, und sollten es deshalb nicht zu sich nehmen[10].

Quellen:

Wikipedia[1][3]

Fachartikel zu Cortison in der Medizin[2][4]

Artikel zur Ringelblume[6]

Artikel zum Sanddorn[7]

Artikel zur Aloe Vera[8]

Artikel zu Propolis[9]

Artikel zu Bromelanin[10]

Retinoide – Was sind sie und was machen sie in Kosmetik ?

Was sind Retinoide ?

Retinoide sind Substanzen verwand dem Retinol, welches selbst ein Abkömmling der A Vitamine ist. Sie finden sich in tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen, und sind essentiell für den Menschen[1].

Was ist Retinol, und welche Aufgaben hat es ?

Abb. 1 Die Struktur des Retinols

Retinol ist ein sogenanntes β-Jonon, und gehört zu den A Vitaminen. Diese sind für das Wachstum und Funktionstüchtigkeit der Haut, Schleimhäute, Blutkörperchen und Knochengewebe, sowie Stoffwechsel, Sehvorgang und der Biosynthese von Testosteron und Östrogen[2].

Was sind Retinoide chemisch ?

Die Retinoide unterscheiden sich in drei Generationen:

1. Die Nicht-aromatischen z.B. Tretinoin – Die Retinsäure

– Dieses kommt in der Akne Behandlung vor. Und wird ebenfalls als Beihilfe zur Behandlung von Akuten myeloischen Leukämie (AML – Blutkrebs) angewendet. Kann jedoch zu einer Erhöhung des Hirndrucks und Lungenödemen führen. Diese Nebeneffekte haben eine Letalität von 10%, wobei die Heilungsrate von AML 80% beträgt.

2. Die Mono-aromatischen z.B. Acitretin

– Dieses wird in der Behandlung von Schuppenflechte und Verhornungen eingesetzt

3. Poly-aromatischen z.B. Adapalen

-Dieses wird als Aknemittel benutzt, und kann Hautrötungen, Reizungen und Austrocknung verursachen, ist jedoch besser verträglich als Tretinoin

Alle sind Abkömmlinge des Retinols und somit des β-Jonons. Jonone sind für den Menschen bereits ab einer sehr geringen Konzentration riechbar, und haben meist blumige Gerüche. Sie kommen besonders in Beeren, Tee und Tabak vor[3].

Was machen Retinoide in Kosmetika ?

In der Kosmetik werden Retinoide häufig gegen Falten eingesetzt, wobei sie nach einigen Studien auch wirklich helfen[4]. Jedoch kommt es recht häufig vor, dass bei der erstmaligen Anwendung die Haut gereizt und gerötet sein kann, dieser Effekt soll gar erwartet werden. Lassen die Nebenwirkungen nach 4-5 Tagen jedoch nicht nach sollte man das Produkt nicht mehr benutzen[5].

Quellen:

Wikipedia[1][2][3][5]

Wissenschaftlicher Bericht zur Wirkung von Retinoiden auf die Hautalterung[4]

Was ist eine Dauerwelle – Wie entsteht sie ?

Was ist eine Dauerwelle ?

Eine Dauerwelle ist der chemische Umformungsprozess, um Locken oder Wellen in glattes Haar zu bringen, oder im Gegenteil hierzu, lockiges und gewelltes Haar zu glätten. Die heutige Methode wurde um 1906 erfunden[1].

Was passiert mit dem Haar ?

Die Thioglykolsäure Abb. 1

Das Haar selbst besteht äußerlich aus vielen sehr dünnen Fäden aus Keratin, welches an sich, drei lange Ketten aus Aminosäuren, in einem Dreifachhelix verwirbelt, darstellt. Diese werden innerhalb der Ketten von bestimmten Kräften und Bindungen in ihrer Form gehalten. Diese Verbindungen und die daraus resultierenden Formen sind genetisch bedingt. Die zwei Hauptverbindungen, welche diese Formen halten sind Wasserstoffbrückenbindungen und Disulfidbindungen, wobei die Wasserstoffbrücken reine Wechselwirkungen, nicht jedoch chemische Bindungen, sind. Die sogenannte Föhn welle wird nur mit Wasser erreicht, eine wirkliche Dauerwelle über chemische Methoden. Bei der Föhn welle bricht das Wasser die Wasserstoffbrückenbindungen, und lockert somit die Haare auf. Durch die Hitze des Föhns wird nun das Wasser verdunstet, und die Haare nehmen die gestylte Form an. Durch eine innere Spannung der Haare, treten sie sehr schnell wieder, durch kämmen, föhnen und waschen, in ihre Ausgangsform. Bei einer Dauerwelle werden die Haarproteine, also das Keratin, „denaturiert“. Denaturieren, bedeutet ein Protein, welche feste Formen haben um zu funktionieren, zu verformen. Dies geschieht durch Einfluss von Chemikalien oder auch durch Hitze, so werden beim Kochen eines Eies die Proteine im Ei denaturiert, weshalb dieses hart wird. In den Haaren werden hierbei die Disulfidbrücken des Keratins, genauer noch der Aminosäure Cystein als Teil von Keratin, gespalten. Dies geschieht durch Thioglykolsäure und seine Salze. Haar lockernde Präparate beinhalten meist einen pH Stabilisator, so z.B. Ammoniumhydrogencarbonat, welcher einen pH-Wert von 7,5-9, also einen sauren pH-Wert einstellt, einigen Emulgatoren und Tensiden, und der Thioglykolsäure. Anschließend werden mit einem Oxidationsmittel, meist Wasserstoffperoxid, die Disulfidbrücken wieder hergestellt, und somit wieder Festigkeit ins Haar gebracht[2].

Wie läuft der Dauerwellenprozess ab ?

Zuerst werden mit einem Präparat, welches einen pH-Stabilisator, einige Emulgatoren und Tenside, und Cystein (Thioglykolsäure nur noch selten, da Cystein schonender ist) enthält, die Haare aufgelockert. Dieser Prozess dauert zwischen 10 und 30 Minuten, kann jedoch duch Wärme z.B. durch eine Wärme Haube beschleunigt werden. Anschließend wird das Haar gründlich gewaschen, um Reste des Cysteins los zu werden. Nach dem waschen wird das Haar in Form gebracht, und mit einem Oxidationsmittel, hier meist Wasserstoffperoxid wieder Festigkeit gegeben. Im Gegensatz zur Föhn welle hält eine Dauerwelle eine wesentlich längere Zeit, jedoch wird ebenfalls durch eine innere Spannung im Haar, und durch häufiges Waschen, Föhnen und Kämmen die ursprüngliche Form des Haares wiederkehren[3].

Gibt es Probleme oder Folgen durch Dauerwellen ?

Ja gibt es. Die Thioglykolsäure nämlich zersetzt sich bei erhöhten Temperaturen zu Schwefelwasserstoff (SH2) und Schwefeloxiden (S2O, SO2, SO3), welche hoch giftig sind, ebenfalls entsteht Ammoniak, welches als Gas auf Dauer zu schweren Lungen und Augenschäden führen kann. Passt man hier also mit der Trockenhaube nicht auf, kann dies schwere Konsequenzen haben. Zudem greift das Wasserstoffperoxid das Haarpigment an, und wird aufgrund dessen auch zum blondieren benutzt. Die Dauerwelle an sich sorgt, gleich dem Haare färben, nicht für Schäden im Haar (welche nicht gewollt sind, z.B. das zerstören des Melanins beim blondieren)[4].

Quellen

Wikipedia[1][4]

Artikel zur Wiederkehr der Dauerwelle[3]

Artikel zur Dauerwelle – Arten, Dauer, Wirkprinzip [2]