Der Hautsäuremantel – Was macht er ?

Was ist der Hautsäuremantel ?

Der Hautsäuremantel ist die Schicht zwischen Epidermis (der Oberhaut, und den Hautabsonderungen, so z.B. Schweiß. Der gesunde Mantel hat einen pH-Wert von zwischen 4,5 und 5,75, und dient als erster Schutz gegen Mikroorganismen.[1]

Was ist ein pH-Wert ?

Der pH-Wert ist eine chemische Skala, um Säuren und Basen, aufgrund ihrer Stärke einzuteilen. Die Abkürzung pH steht für das lat. „potentia hydrogenii“, was soviel wie „Die Kraft des Wasserstoffs (potentia – Macht, Kraft ; hydrogenii – (des) Wasserstoff(s))“ bedeutet. Der pH-Wert ist eine Skala von 0-14, welche das Verhältnis von Wasserstoffionen (H+ ) bzw. Oxoniumionen (H3O+) und Hydroxidionen (OH) angibt. Ein pH wert unter dem Mittelpunkt 7 ist Sauer (d.h. 0-6) und ein pH-Wert über 7 ist basisch (8-14) Zudem wird die Skala exponentiell größer, da mit jeder Veränderung um eine Stelle, sich die Konzentration des jeweiligen Teilchens um das 10-fache erhöht.[2]

Ein pH-Wert von 7 bezeichnet die Mitte der Skala, hier ist die Menge an H+ und OH gleich also 1:1 – z.B. Wasser hat einen pH von 7. Er gilt als neutral

Ein pH-Wert von 6 ist sauer, damit erhöht sich die Menge an H+ um das zehnfache, das Verhältnis ist nun 10:1 – Mineralwasser ist leicht sauer mit einem pH von 6

Geht man nun auf einen pH von 5 ist das Verhältnis 10×10 zu 1 also 100:1. Bei einem pH von 4 demnach 100×10 zu 1 also 1000:1 und so weiter. – Kaffee hat einen pH von 5 und Wein einen pH von 4.

Dies verläuft ebenso in die andere Richtung, so ist ein pH von 8 im Verhältnis 1:10, ein pH von 9 1:100, etc. – Meerwasser hat einen pH von ungefähr 8 und Seife einen von ca. 9

Wenn man das Wort „Säure“ oder „Base“ hört denkt man direkt an das Schlimmste vom Schlimmsten. Aber die Ätzwirkung von Säuren und Basen sind von vielen Faktoren abhängig. So ist pure Essigsäure hoch korrosiv gegenüber Metallen, und sorgt für schwere Verätzungen, verdünnt auf 3-12% finden wir sie im Haushalt zum Kochen, und auf die 30% verdünnt als Reinigungsmittel. Ebenfalls ist der pH nicht immer das Entscheidende, so ist Flusssäure (HF) nicht so eine starke Säure wie Salzsäure (HCl), aber das Fluorteilchen richtet wesentlich schneller, wesentlich schlimmere Schäden an als das Chlorteilchen.[3]

Was für eine Bedeutung hat der pH-Wert im Menschlichen Organismus ?

In unterschiedlichen Bereichen unseres Körpers benötigen wir unterschiedliche pH-Werte, um wichtige Funktionen durchzuführen. So kann z.B. da Hämoglobin im Blut bei sauren Bedingungen weniger Sauerstoff aufnehmen, in basischen dann mehr. Eine Übersäuerung des Blutes – Azidose – oder Untersäuerung des Blutes – Alkalose – wirkt sich negativ auf den Blutdruck aus. Im Magen befindet sich Salzsäure, mit welcher wir Nahrung zersetzen. Dort finden wir einen pH von 1-4, je nach Tageszeit und Ernährung. Unser Speichel ist ebenfalls sauer bis neutral, abhängig von Tageszeit und Ernährung.[4]

Welche Bedeutung hat der pH-Wert auf die Haut ?

Der pH-Wert, welcher auf der Haut vorliegt, ist ein Teil unserer natürlichen Abwehr. Er trägt dazu bei, dass schädliche Mikroorganismen abgetötet werden, und dass unsere natürliche Hautflora fortbesteht. Generell liegt er bei Männern etwas tiefer als bei Frauen, bei Babys etwas höher (ca. 5,5 – 6,5), da bei ihnen dieser Schutz noch nicht völlig ausgebaut ist. Die Hautflora ist ein komplexes Gemisch aus verschiedenen Mikroorganismen, also Bakterien und Pilzen. Sie helfen mitunter bei der Erhaltung des Schutzmantels, indem sie Fette zu Fettsäuren umwandeln, wodurch andere, schlimmere Erreger abgetötet werden (Corynebakterien), oder geben uns Menschen unseren individuellen Körpergeruch (Brevibacterium). Grundsätzlich sind sie harmlos, für Menschen mit intaktem Immunsystem, für Menschen mit Immunsystemstörungen können sie jedoch zu Krankheiten und Entzündungen führen (Streptokokken). Generell unterscheidet man unter Bakterien, welche alkaliphil und acidophil sind. Ein zu hoher pH-Wert auf der Haut kann zu Krankheiten wie Dermatitis, seborrhoischen Ekzemen, oder Infektionskrankheiten führen. Ein zu niedriger pH-Wert kann wiederum Rötungen, Reizungen und Trockenheit auslösen.[5]

Sollte man nun saure, Haut neutrale, oder basische Kosmetikartikel benutzen ?

Vorab, das Wort „Haut neutral“ wird oft falsch verstanden, denn es bedeutet nicht, dass ein Produkt einen pH wert von 7 (chemisch neutral), sondern einen um 4,7-5,5 besitzt. So ist ein pH-Neutrales Produkt nicht chemisch Neutral, sondern neutral im Verhältnis zum pH- Wert der Haut. Bei gesunden Menschen ist es egal welchen pH-Wert ein Kosmetikartikel besitzt. Die Wirkung des jeweiligen Artikels bestimmt deren pH-Wert, so sind Cremes meist sauer, Shampoos und Seifen meist basisch. Der Hautsäuremantel stellt sich nach wenigen Stunden bereits wieder auf sein Ursprüngliches Niveau ein. Menschen mit Krankheitsbedingungen sind hin und wieder anfälliger, dafür, dass der pH-Wert sich nicht so schnell wieder generiert.[6]

Die Kontroverse um den Hautsäuremantel

Die Meinungen gehen hierbei auseinander, ob nun der Hautsäuremantel nur ein toller Werbetrick der Industrie, oder doch mehr ist. Man ist sich nicht einig, da man bisher keine 100%ige Aussage zum Nutzen des Mantels machen konnte. Als Gegenargument gibt es die „Übersäuerungstheorie“, hierbei geht es darum, dass unser Körper zu viele saure Medien besitzt, und diese auch über die Haut los wird. Diese Theorie wurde jedoch nicht belegt, und findet doch oftmals als Argument der Naturheilpraktiker, und Alternativmediziner Anwendung, wenn nicht auch zuletzt um ihre Produkte zu verkaufen. Genau sagen kann man bis jetzt jedoch nicht wer falsch und wer richtig liegt.[7]

Quellen und Infos zum Nachlesen:

Wikipedia[1][2][3][4][6][7]

Artikel der Deutschen Haut. und Allergiehilfe e.V [5]

Detox – Was ist Entgiften ?

Was bedeutet „Detox“ eigentlich ?

Das Wort „Detox“ kommt aus dem lat. bzw engl. (Detoxifying) und bedeutet entgiften. Der Begriff beschreibt einige Prozesse und hat ein breites Anwendungsspektrum. So beschreibt er :

Die physiologische Entgiftung, d.h. die Verstoffwechselung von Toxinen

Den Abbau von Xenobiotika innerhalb der Zellen

Das Entschlacken des Körpers in der Alternativmedizin

Die Phase des Entzuges bei Abhängigkeitserkrankungen

Die Abwassersäuberung

Bei der Abwassersäuberung werden Cadmium, Zink, Blei, sowie Chromate, Cyanide und Nitrite aus dem Wasserkreislauf entfernt. Beim Entzug ist das Entgiften jene Phase, in welchem die Suchtsubtanz heruntergesetzt oder ganz weg gelassen wird. Hierdurch kann der Körper mit dem Entgiften beginnen, da keine neue Giftsubstanzen zugeführt werden.[1]

Was ist das biologische Detoxing ?

Das „Detoxing“ wird meist nur mit der Alternativmedizin in Verbindung gebracht. Hört man von „Detox-Kuren“ oder „Detoxing“, so wird das Entgiften des Körpers u.a. mittels systematischen Diäten oder esoterischen Praktiken wie z.B. durch Heilsteine gemeint. Sie sollen den Körper entschlacken und bei der natürlichen Entgiftung unseres Organismus helfen. Die physiologische Entgiftung ist der Vorgang, bei welchem Toxine mittels Biotransformation, unschädlich oder zumindest weniger toxisch gemacht werden. Dies geschieht über Leber und Nieren. Die Biotransformation bezeichnet hauptsächlich die Umwandlung von nicht ausscheidbaren, fettlöslichen, Stoffen, zu auschscheidbaren wasserlöslichen Stoffen. [2]

Warum beschreibt „Detox“ nicht alle Prozesse , obwohl es das doch bedeutet ?

Das Wort „Detox“ betrifft zwar mehr als die Alternativmedizin, wird jedoch hauptsächlich damit in Verbindung gebracht, so dass es unpassend für die Bezeichnung des tatsächlichen Abbaus von Toxinen ist. Es ist ein unterschied ob nun Pflanzen- oder Tiergifte, oder synthetische Substanzen aus unserer Umwelt oder des Privatlebens z.B. Alkohol oder Koffein verarbeitet werden, oder ob man vielleicht sein Cholesterinspiegel senken möchte. „Detox“ bezeichnet schon lange so gut wie nur noch die Alternativmedizin, und auch die „Entgiftung“ ist, im Volksmund, schon lange nicht mehr für den Abbau von tatsächlichen Giften geeignet. [3]

Was für Probleme ergeben sich daraus ?

Sprache ist ein Aspekt der Menschen, welcher sich so schnell verändert wie die Menschen selbst. Über die Zeit können sich Worte in ihrer Aussprache, Schreibweise, aber auch in ihrer Aussage ändern. „Detox“ und das deutsche Wort „Entgiftung“ sind im Volksmund, in ihrer ursprünglichen Bedeutung mittlerweile derart abgewandelt, dass sie, trotz ihrer logischen Implikationen, doch meist nicht das heißen müssen, was sie sollten. So kann jeder „Detox“ als Werbemittel benutzen, und muss nur minimale Wirkungen vollbringen, damit es legitim ist. Liest man von Detox Saftdiäten, so ist dies genau das was es verspricht, eine Entschlackungskur. Liest man von Entgiftung des Blutes mittels Dialyse, so ist dies ebenfalls genau das was es aussagt. Jedoch gänzlich andere Prozesse. Das eine soll möglichst die Blutwerte auf Vordermann bringen, das andere übernimmt die gesamten Aufgaben der Leber und Nieren, um das Überleben von Menschen mit schweren Organschäden sicher zu stellen. Beides Entgiftungsprozesse. Beide gänzlich anders. So neigt man schnell dazu das Wort „Detox“ / „Entgiftung zu unter- bzw. überschätzen. Keine Diät, keine Heilsteine oder Kosmetikartikel könnten in der tatsächlichen Wirkung der Entgiftung beispielsweise einer Dialyse das Wasser reichen. Gleichermaßen reichen sie doch bei weitem aus, wenn man sich ein wenig gesünder Erfahren möchte.[4]

Was heißt dies nun für Kosmetik ?

Es gibt viele Kosmetikartikel, welche mit Detoxwirkung werben. Und sie haben oft gar nicht unrecht damit. Der Haut, oder den Haaren beim Umgang mit Giftstoffen, seien sie aus der Umwelt oder aus dem eigenem Organismus, zu helfen, mit ihnen umzugehen ist eine Form von Entgiftung oder zumindest die Beihilfe dazu. Doch könnte man auch einfach die Wirkung, z.B. als Antioxidationsmittel beschreiben. Die Eigenschaften und Wirkungen die Kosmetika zu Kosmetika machen, sind entweder die direkte Entgiftung, die Beihilfe zum Körpereigenem Giftabbaus, oder passivierende Entgiftung (d.h. präventivem Schutz). Schlussendlich ist es nicht falsch, wenn man sagt, dass ein Kosmetikartikel „detoxing“ wirkt, es verstärkt den glauben an die versprochene Wirkung.[5]

Wo könnte man die Grenze ziehen ?

Ein Vorschlag hierzu wäre es, bestimmte Parameter fest zu legen, welche erfüllt sein müssen, so dass man „Detox“ wirklich als Entgiftung ansehen kann. So sollten Produkte, welche nur eine Aufgabe erfüllen, nicht mit „Detox“ beworben werden. Ein Kosmetikartikel mit Inhaltsstoffen als primäres Ziel vor Oxidation zu schützen, sollten daher mit ihrer eigentlichen Wirkung, nicht jedoch als „detoxing“ betitelt werden. Einige Parameter die erfüllt sein sollten, solche sind:

Sie sollten mehrere Wirkungen vereinen, und nicht nur ein oder zwei primäre besitzen

Sie sollten auf eine größere Fläche ansteuern

Sie sollten als Regelmäßigkeit, nicht als Tugend genutzt werden

Die oben genannten Punkte stehen ebenfalls im Verhältnis zum Anwendungsgebiet, so ist eine Handcreme kein Detoxing, ein antioxidatives, antibakterielles, Haut reinigendes, und regelmäßig angewendetes Antipickelprodukt schon eher.

Wie diese Parameter jedoch genau sein sollten ist abhängig vom persönlichem Empfinden. Man kann mit all diesen Informationen nun immer noch nichts abschließendes über das „ist“ oder „ist nicht“ sagen. Es verbleibt an jedem selbst sich eine Abgrenzung zu gestalten, aber nun ist dies bestimmt ein bisschen einfacher.[6]

Quellen und Infos zum Nachlesen:

Wikipedia[1][2][3][4][5][6]

Haarverlust – Wie entsteht er und was kann man dagegen tun ?

Was ist Haarausfall und wie entsteht er ?

Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, mit unterschiedlichen Gründen.

Androgenetischer Haarausfall – ist altersbedingt, und 80% aller Männer, sowie 50% aller Frauen sind davon betroffen. Es hat vor allem mit dem Steroid Dihydrotestosteron (DHT), welches die Haarfollikel angreift, zu tun.[1]

Alopecia areata – ist ein lokal begrenzter, kreisförmiger Ausfall von Haar, welcher meist durch Autoimmunkrankheiten bedingt sind. Hierbei greifen die T-Lymphozyten die Haarfollikel an.[2]

Diffuser Haarausfall – bezeichnet den Haarausfall am gesamtem Kopf, und hat meist mit Hormonschwankungen, Stoffwechsel-, Schilddrüsen-, und Kopfhauterkrankungen, Stress, Mineraliendefiziten von Eisen, Selen, Zink, Kupfer, und Silizium oder Medikamenten zu tun. Ionisierender Strahlung und das Metall Thallium können ebenfalls zum Haarausfall führen.[3]

Was kann man gegen Haarausfall tun ?

Haarausfall sollte in Korrespondenz zu ihrem Auslöser behandelt werden. So können die Schilddrüsen- und Nierenfunktionsparameter, Blutbilder, sowie der Enzymspiegel und ein Trichogramm Aufschluss auf die Ursache des Haarausfalls liefern. Ist der Auslöser bestätigt kann man gegen diesen Vorgehen. Es können Mineralien Defizite, vor allem von Silizium, aber auch ernsthafte Erkrankungen vorliegen. Ist keine schwerwiegende Krankheit der Hintergrund des Haarausfalls, können basisches, schonendes Shampoo oder Mineralien Tinkturen genutzt werden. Alopecia areata und Alopecia totalis werden durch gezielte Kontaktsensibilisierung mittels Quadratsäure oder Quadratsäuredibutylester behandelt, ebenfalls werden Glucocorticoide mittels oraler Gabe eingesetzt.. Androgenetischer Haarausfall wird z.B. durch DHT-Hemmer oder durch das Minoxidil behandelt. Die Wirkungsweise des Minoxidil wird auf seine Arterien erweiternden Eigenschaften zurückgeführt, wobei es für eine bessere Durchblutung der Kopfhaut kommen soll. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht geklärt. Man sollte nur keine Wunderheilung erwarten, denn der Rückgang des Haarausfalls ist erst nach 4-6 Monaten sichtbar. Davor schieben die neuen Haare, die alten aus der Haut, was den Anschein einer schnellen Besserung birgt, dieser Prozess ist auch als „Shedding“ bekannt.[4]

Gibt es Nebenwirkungen ?

DHT-Hemmer sind verschreibungspflichtig, und da sie in den Hormonspiegel eingreifen können sie schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Quadratsäure ist zudem kontaktsensibiliserend, und kann somit Juckreiz und Rötungen hervorrufen. Minoxidil wird als Medikament gegen Bluthochdruck gegeben, wenn alle anderen Medikamente keine Abhilfe schaffen. Nebenwirkungen bei der topischen Anwendung sind Kopfschmerzen, Juckreiz, Hautrötungen, Hypertrichose und Hypertonie.[5]

Gibt es natürliche Alternativen ?

Als Naturheilmittel können Tinkturen aus Salbei, Brenneseln, Wacholderbeeren oder Kapuzinerkresse benutzt werden. Sie versorgen die Kopfhaut und Haare, mit Mineralien und Pflanzenstoffen und regen die Durchblutung an. Aufnahme von Mineralien, ob topisch oder oral, besonders Silizium, Selen, Kupfer, Eisen und Zink helfen beim Haarwachstum, da sie wichtige Rollen im Körper, nicht zuletzt in der Kollagensynthese sind. Jedoch schlägt nicht jede Therapie bei jedem an. Der Grund des Haarausfalls sollte ergründet sein, und die Behandlung des Ursprungs dieser im Mittelpunkt stehen, den Haarausfall damit aufzuhalten sollte als schöner Nebeneffekt betrachtet werden.[6]

Quellen und Infos zum Nachlesen:

Wikipedia[1][2][3][4]

Medizinischer Artikel zu Haarausfall und Gegenmittelvorschläge[5]

Medizinischer Artikel zu Zink und Kupfer gegen Haarausfall[6]

Aloe Vera – Die Wüstenlilie als Wundermittel ?

Was ist Aloe Vera ?

Die echte Aloe (lat. Vera – Echt) ist ein kaktusartiges Affodillgewächs, und zählt somit zu den Liliengewächsen. Sie wächst in vielen Regionen Europas, ist sehr pflegeleicht und kann deshalb auch als Ziergewächs genutzt werden. Sie ist schon seit Jahrzehnten bekannt, so schwörten schon die alten Ägypter auf das „Blut“ der Wüstenlilie.[1]

Was macht sie zu einem solchem Wundermittel ?

Aus der Aloe Vera werden zwei Dinge gewonnen, der Saft und das Gel. Für eine lange Zeit wurde der Saft gegen Verstopfung genutzt. Er tritt nach dem Schneiden der Blätter aus, und ist gelblich in Farbe. Diese Farbe geben ihm seine Hauptinhaltsstoffe, die Anthranoide und das Aloin. Anthranoide sind im Verdacht karzinogene Wirkung zu haben. Durch seine Toxizität ist der Saft mittlerweile durch andere Mittel ersetzt worden, was jedoch die Medizin und die Kosmetik interessierter ist das Gel. Das Aloe Vera Gel nennt man das aus Polysacchariden, mit D-Glucose und D-Mannose, bestehende Wasserspeichergewebe. Es besteht zu 99% aus Wasser, der Rest sind Vitamine, Mineralien, Aminosäuren, Salicylsäure und Enzyme.[2]

Was soll das Gel bewirken ?

Dem Gel werden Wundheilende, entzündungshemmende und kühlende Wirkungen zugeschrieben. Kleopatra schwor auf das „Blut“ der Aloe, und Christopher Columbus hatte immer eine Salbe aus Aloe-Vera auf seinen Exkursen zur Hand. Es wird zur äußerlichen und innerlichen Anwendung verarbeitet, und reicht von Cremes, über Salben bis hin zu Säften. Man findet Präparate der Aloe in Salben und Cremes zur Behandlung von Sonnenbränden, Dermatitis und Psoriasis.[3]

Ist die Wüstenlilie nun wirklich ein solches Wundermittel ?

Alles in allem, nein. Das Aloe-Vera-Gel weist einige interessante Wirkungsweisen und Anwendungen auf, jedoch ergeben Studien und Placebotests keine eindeutigen Ergebnisse. Zudem sind mit den über 200 Inhaltsstoffen nur schwer Aussagen zu treffen, welche wenigen diese Stoffe überhaupt eine Wirkung erzielen. Aussagen und Erfahrungsberichte gehen zu weit auseinander um ein klares Statement zu geben. Fakt ist, Aloe-Vera-Gel kann bei einigen Beschwerden helfen, es ist aber nicht immer so wirksam wie angepriesen. Lediglich die Einnahme von Saft oder Püree der Aloe Vera in welchem teile der Blätter enthalten sind sollten gemieden werden, da diese große Mengen an Anthranoiden enthalten.[4]

 

Quellen und Infos:

Wikipedia[1][2]

Arte – Xenius zur Aloe Vera[3][4]